Chinas neue Seidenstraße am Westbalkan

LANSKY, GANZGER + partner laden zu einer hochkarätig besetzten Paneldiskussion über die chinesischen Infrastrukturinvestitionen in Südosteuropa und darüber hinaus.

Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund aktueller Debatten um chinesische Investitionen in die europäische Wirtschaft organisierte die internationale Sozietät LANSKY, GANZGER + partner (LGP) eine Veranstaltung zu Pekings Belt and Road Initiative, auch bekannt als neue Seidenstraße. Im Zuge dieser globalen Investitionsoffensive finanziert China zahlreiche Infrastrukturprojekte in Ost- und Südosteuropa mit einem spezifischen Fokus auf den Westbalkan und erntet dafür sowohl Beifall als auch Misstrauen.

In seiner Begrüßungsrede stellte Anwalt und Kanzleigründer Gabriel Lansky die Rahmenbedingungen des chinesischen Engagements in der Region dar und plädierte für einen Ausgleich der europäischen und chinesischen Interessen zum beiderseitigen Vorteil. Anschließend präsentierte der renommierte ehemalige Herausgeber und Chefredakteur der Zeit, Theo Sommer, sein neues Buch China First und lieferte damit einen Anstoß und Bezugspunkt für die folgende Diskussion. Man dürfe den rasanten Aufstieg Chinas zu einer führenden wirtschaftlichen und politischen Macht weder unterschätzen noch in Alarmismus verfallen, fordert der scharfsichtige Beobachter des weltpolitischen Geschehens.

Am hochkarätig besetzten Panel debattierten anschließend der Botschafter der Volksrepublik China, LI Xiaosi, der ehemalige Delegationsleiter der Europäischen Union in Peking, Hans Dietmar Schweisgut, der Chinaexperte und Autor des Buches China verstehen: Vom Aufstieg zur Wirtschaftsmacht und der Eindämmungspolitik der USA Robert Fitzthum. Ebenso am Panel vertreten waren die drei Experten für Verkehr und Infrastruktur Gerhard Gürtlich (Leiter Sektion IV – Verkehr im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie), Imre Kern (Staatssekretär im Ministerium für Bauwirtschaft, Transport und Infrastruktur der Republik Serbien) und Alexander Schierhuber (Managing Director, Breitspur Planungsgesellschaft). Das Panel wurde moderiert von Prof. Richard Trappl, Sinologe und Direktor des Konfuzius-Institutes an der Universität Wien sowie Wolfgang Petritsch, Botschafter a.D., top-Balkanexperte und Senior Expert bei LGP.

Im Zuge der Debatte kam es zu einem intensiven Gedankenaustausch zwischen Botschafter LI und Delegationsleiter a.D. Schweisgut, im Zuge derer die unterschiedlichen Positionen Chinas und der Europäischen Union detailliert herausgearbeitet wurden. Trotz gewisser Differenzen hinsichtlich der Modalitäten und technischen Details chinesischer Investitionen waren sich alle Teilnehmer einig, dass ein Ausbau der Infrastruktur am Westbalkan und darüber hinaus von größter Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region ist. Delegationsleiter Schweisgut betonte dabei die jüngsten, in seinen Augen überaus positiven Ankündigungen Pekings zu kontroversen Aspekten der globalen Belt and Road Initiative und fordert auf, China diesbezüglich beim Wort zu nehmen. Europa solle mit China kooperieren, wo es kann, und seine Interessen schützen, wo notwendig, so der ehemalige Delegationsleiter.

Chinaexperte Fitzthum zeigte kenntnisreich die Notwendigkeit einer europäisch-chinesischen Verständigung vor dem Hintergrund geopolitischer Machtverschiebungen auf, während Staatssekretär Kern ausführlich über die guten Erfahrungen Serbiens mit chinesischen Projekten berichtete, welche einen zentralen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes leisten.

Sowohl Breitspur-Geschäftsführer Schierhuber als auch Sektionsleiter Gürtlich betonten schließlich angesichts des stetig steigenden Verkehrsaufkommens die Dringlichkeit eines Infrastrukturausbaus insbesondere auf der Schiene. Beide sind überzeugt, dass insbesondere der Landweg zwischen Europa und Asien in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen wird und sehen ein großes wirtschaftliches Potential für Österreich als Mitteleuropäische Drehscheibe für den internationalen Warenverkehr.

Im Anschluss an die Statements der Panellisten wurde die Diskussion für Fragen aus dem Publikum geöffnet und es entsponn sich eine lebhafte Debatte mit den gut 130 Teilnehmern, darunter zahlreiche Diplomaten, Vertreter österreichischer Ministerien sowie Journalisten und Experten aus der Region. LGP ist Stolz, mit diesem hochkarätigen Podium einen Beitrag zur integrativen Betrachtung des chinesischen Engagements in Europa geliefert zu haben.

Robert Fitzthum – Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler, Autor des Buches China verstehen:

Vom Aufstieg zur Wirtschaftsmacht und der Eindämmungspolitik der USA; Gerhard Gürtlich – Leiter Sektion IV – Verkehr, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT); Imre Kern – Staatssekretär im Ministerium für Bauwirtschaft, Transport und Infrastruktur der Republik Serbien; Gabriel Lansky – Rechtsanwalt, Managing Partner,

LANSKY, GANZGER + partner (LGP); S.E. LI Xiaosi – Botschafter der Volksrepublik China in Wien; Alexander Schierhuber – Geschäftsführer, Breitspur Planungsgesellschaft; Hans Dietmar Schweisgut – Delegationsleiter der Europäischen Union in der Volksrepublik China a.D.; Theo Sommer – ehem. Herausgeber und Chefredakteur, Die Zeit

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