"Iss von do: Sicher versorgt" - Lokale Partnerschaften sichern die Versorgung im Ort

Lebensmittelvermarktung in der Region bringt Mehrwert für alle

Wien (OTS) - Bereits zum vierten Mal steht Mitte Juni ganz Niederösterreich im Zeichen bäuerlicher Familienbetriebe. Grund dafür ist die alljährliche "Woche der Landwirtschaft". Heuer findet sie von 9. bis 16. Juni statt. Bei insgesamt 18 Veranstaltungen werden die Bedeutung einer sicheren Nahversorgung und die einzigartige Qualität heimischer Produkte aufgezeigt.

"Es gibt heutzutage so viele unterschiedliche Arten, wie regionale Nahversorgung in den Ortschaften gelebt werden kann. Vor allem wenn man starke Partner an seiner Seite hat, erleichtert das einiges. Man muss nicht immer alles alleine machen, sondern muss nur wissen, mit wem man Projekte realisieren kann", erklärt Landwirtschaftskammer (LK) Niederösterreich-Präsident Johannes Schmuckenschlager. Dabei weiß er, dass eine funktionierende Nahversorgung in den peripheren Gebieten wertvolle Mehrwerte für alle schafft: "Mit bäuerlichen Produkten aus der Region greift man zu höchsten Qualitätsstandards, kann auf Kontrollen vertrauen und weiß, dass jede Menge Herz dahintersteckt. Wenn man auf regionale Produkte greift, ist es eine Win-win-Situation für alle. Der Konsument gewinnt, weil er weiß, dass Lebensmittel aus Österreich den höchsten und kritisch geprüften Standards unterliegen. Die Gastronomie profitiert, weil sie sich klar bei ihren Gästen positionieren kann. Aber auch für die Region ist es ein Gewinn, da die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln mehr Wertschöpfung für die Region und auch Identitätsstiftung zur Folge hat."

Landwirtschaft und Konsumenten werden künftig noch enger zusammenrücken

Auch Irene Neumann-Hartberger, Präsidentin der Bäuerinnen Niederösterreichs, ortet hier eine Vielzahl an Win-win-Modellen. Vor allem die enge Verbindung zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft ist wichtig, wenn es um gegenseitige Wertschätzung und somit Wertschöpfung geht. "Mit der Vermarktung von bäuerlichen Qualitätsprodukten mit Partnern vor Ort schließt sich der Kreis zu einer echten regionalen Kreislaufwirtschaft. Die Interessen der Käuferinnen und Käufer werden immer vielfältiger und anspruchsvoller. Partnerschaften kommen heutzutage ganz klar den Menschen im ländlichen Raum, uns Familienbetrieben in der Landwirtschaft, aber auch dem Gewerbe und der Gastronomie zugute", so Neumann-Hartberger.

LEADER-Region stellt Nahversorgungsprojekte in den Mittelpunkt

Aber nicht nur Konsumenten und Gastronomen sind wichtige Partner, wenn es um lebenswerte Gemeinden geht. Auch die LEADER-Region setzt hier wertvolle Zeichen. "Wir wollen Perspektiven schaffen und guten Projekten den Boden ebnen, damit die Bevölkerung auf ihre Region zurecht stolz sein kann. Hierbei tragen herkunftsgesicherte Rohstoffe von Produzenten und Verarbeitungsbetrieben vor Ort zur Identitätsstiftung in der Region bei. "Deshalb werden wir als LEADER-Region auch weiterhin Projekte unterstützen, die unseren Regionen eine gesicherte Nahversorgung für kommende Generationen in Aussicht stellen und andererseits den hochwertigen Lebensmitteln unserer bäuerlichen Produzenten einen direkten Absatz ermöglichen", so Anton Gonaus, Obmann der LEADER-Region Mostviertel-Mitte.

Der Bauernladen als Möglichkeit

Vor allem Bauernläden spielen derzeit eine große Rolle, wenn es um die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln geht. Hier versuchen Bäuerinnen und Bauern, die Wege für ihre Kunden möglichst gering zu halten. Wie das gehen kann, zeigt "Da Bauernlodn" in Kirchberg an der Pielach. Dort haben sich drei Bauernfamilien zusammengeschlossen, um Kundenbedürfnisse bestmöglich abdecken zu können. "Wir wollen möglichst viele regionale Schätze an einem Ort zum Kauf anbieten. Das ist uns mit Unterstützung der LEADER-Region gelungen", freut sich Doris Fugger, Bäuerin und Bauernladen-Betreiberin aus Kirchberg an der Pielach. (Schluss)

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