Weitere acht Jahre COMET Kompetenzzentrum für Tribologie am Technopol Wiener Neustadt

LR Bohuslav: Große Bedeutung für die Region und den Forschungsstandort Niederösterreich

St. Pölten (OTS/NLK) - Das Kompetenzzentrum für Tribologie, AC2T research GmbH (AC²T), entwickelt seit 17 Jahren in Wiener Neustadt als unabhängiger Forschungs- und Entwicklungs-Dienstleister Lösungen im Bereich von Reibung, Verschleiß und Schmierstoffen. AC²T zählt mit rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus über zwanzig Nationen zu den größten privatwirtschaftlichen F&E-Anbietern in der Tribologie weltweit. Durch die erfolgreiche COMET-Evaluierung ist die Weiterentwicklung des Betriebes bis 2024 gesichert und soll nach einer Zwischenevaluierung bis 2028 fortgesetzt werden. Für die nächsten vier Jahre stellen Bund, Land Niederösterreich, Land Vorarlberg sowie die Kooperationspartner aus der Industrie ein Budget von 43 Millionen Euro zur Verfügung. AC²T-Geschäftsführer Andreas Pauschitz, Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav und Bürgermeister Klaus Schneeberger sind begeistert.

„Diese Entscheidung ist für den Technopol Wiener Neustadt, den Forschungsstandort Niederösterreich und weit darüber hinaus von höchster Bedeutung. Denn es werden somit 140 hoch qualifizierte Arbeitsplätze im Forschungsbereich für die kommenden Jahre gesichert. Der jährliche Umsatz des Zentrums, inklusiver direkter Industrieaufträge und zahlreicher eingeworbener Fördermittel aus Brüssel für EU-Projekte beläuft sich auf rund 14 Millionen Euro pro Jahr. Über die geplante Laufzeit von acht Jahren ergibt sich daraus ein Volumen von über 110 Millionen Euro, das überwiegend am Standort Wiener Neustadt umgesetzt wird“, unterstreicht Landesrätin Bohuslav die Bedeutung des Tribologie-Kompetenzzentrums für die Region.

Die Vergabe der Förderung des Bundes, organisiert über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in der Höhe von 18 Millionen Euro für vier Jahre, ergänzt durch knapp 8 Millionen Euro Landesmittel, erfolgte u.a. auf Basis der Empfehlung der internationalen Experten im Wettbewerbsprinzip.

„Ich bin sehr stolz, dass wir dieser führenden europäischen Forschungseinrichtung im Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt seit über 17 Jahren eine Heimat bieten. Mit der Arbeit des Teams rund um Andreas Pauschitz hat sich Wiener Neustadt als Zentrum der Tribologie einen herausragenden Namen erarbeitet. Ich gratuliere dem Team von AC²T zur Förderzusage und wünsche weiterhin viel Erfolg“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger.

Das Kompetenzzentrum für Tribologie führt anwendungsorientierte Forschung in den Bereichen Reibung, Verschleiß und Schmierstoffanwendung durch. „Ziel unserer Forschungstätigkeit auch in den kommenden acht Jahren ist es, die Qualität und Zuverlässigkeit von Geräten, Maschinen und Anlagen weiter zu erhöhen und durch einen geringeren Energie- und Materialverbrauch einen deutlichen Beitrag zum Umweltschutz, z.B. durch Reduktion des CO2-Ausstoßes, zu leisten. Die Tribologie ist in unserem Alltag allgegenwärtig. So wird zum Beispiel beim Auto Öl im Getriebe verwendet, um Reibung zu vermindern. Bei den Bremsen ist es genau umgekehrt – hier ist die Reibung gewünscht. Methoden, welche unter dem Sammelbegriff „künstliche Intelligenz“ zusammengefasst sind, werden in den nächsten Jahren in der Tribologie-Forschung von hoher Bedeutung sein um Energieverbrauch reduzieren zu können. Damit verbindet sich das Forschungsfeld des Kompetenzzentrums mit der Digitalisierungs-Strategie vom Land Niederösterreich“, betont AC²T-Geschäftsführer Andreas Pauschitz.

Wiener Neustadt hat sich in den vergangenen Jahren als innovativer Standort für Forschung und Entwicklung international profiliert. Die Wirtschaftsagentur ecoplus leistet mit dem Technopol-Programm hierzu seit 15 Jahren einen großen Beitrag. „Herausragende Forschungseinrichtungen wie AC²T tragen zur erfolgreichen Entwicklung des Standorts bei und ziehen durch die international sichtbare Leistung weitere Experten und forschungsaffine Unternehmen an. In Wiener Neustadt funktioniert die Vernetzung von Forschung, Ausbildung und Wirtschaft idealtypisch. Es freut mich, dieses Innovations-Ökosystem zu begleiten“, betont ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki.

Nähere Informationen: Markus Burgstaller, Büro LR Petra Bohuslav, Telefon 02742/9005-12253, E-Mail markus.burgstaller@noel.gv.at, ecoplus, Andreas Csar, Telefon 02742/9000-19616, E-Mail a.csar@ecoplus.at.

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