„kreuz und quer“ im Zeichen von „MUTTER ERDE: Verwenden statt verschwenden“

Am 11. Juni ab 22.35 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - „kreuz und quer“ steht am Dienstag, dem 8. Juni 2019, ab 22.35 Uhr in ORF 2 ganz im Zeichen der ORF-Initiative „MUTTER ERDE:
Verwenden statt verschwenden“.

„Kein Dreck! Glücklicher durch Verzicht“ (22.35 Uhr, ORF 2)

Plastikabfall, Müllberge, Bevölkerungswachstum und der Klimawandel – die Wegwerfgesellschaft scheint an den Folgen ihres Konsumwahns zu ersticken. Denn Müll entsteht im modernen Leben fast ständig. Kunststoffflaschen, Zigarettenstummel, Lebensmittelverpackungen und die Reste der Online-Bestellungen finden sich heute überall, nicht nur in den Mülltonnen, sondern auch in der Natur. Selbst bei umweltbewusstem Einkauf ist es schwer, keinen Müll zu produzieren

Ist es möglich, freiwillig weniger zu brauchen? Macht Verzicht wirklich glücklicher? Was kann jede/r Einzelne im Alltag ändern? Und sind wir selbst für die Lösung all dieser Probleme verantwortlich? Der Film „Kein Dreck! – Glücklicher durch Verzicht“ von Thomas Grusch stellt Menschen und Projekte vor, die sich mit der Vermeidung und Verwertung von Verpackungen und Müll im Alltag beschäftigen. Er zeigt, wie schon in der Schule ein Problembewusstsein geweckt werden kann und welche Verantwortung die Kunststoff produzierende Industrie hat. In Mitteleuropa sind die Auswirkungen des unbändigen Konsums einer immer stärker wachsenden globalen Mittelklasse noch kaum zu spüren. Die Verwertungssysteme von Abfall und das Recycling von Ressourcen funktionieren gut. Und dennoch steigt das Unbehagen. Der Müll wird mehr. Straßenkehrer und Abfallberaterinnen, Zero-Waste-Aktivistinnen und -Aktivisten und ganz normale Menschen:
Sie alle kämpfen täglich mit den Auswirkungen der Konsumgesellschaft, finden Lösungen und versuchen ihr Leben mit weniger Dingen zu füllen, Wissen weiterzugeben oder ganz einfach die Umwelt sauber zu halten.

„Kein Dreck! – Glücklicher durch Verzicht“ dokumentiert das wachsende Bewusstsein in der Bevölkerung für den Umweltschutz und die Abfallvermeidung und zeigt, wie wichtig das Engagement jedes einzelnen Menschen ist, um die Weichen für eine nachhaltige Zukunft der nächsten Generation zu stellen.

„Haben oder Sein“ (23.10 Uhr, ORF 2)

Der Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe Erich Fromm lieferte bereits 1976 mit seinem gesellschaftskritischen Werk „Haben oder Sein“ Prämissen für einen postmateriellen Lebensstil, die bis heute Gültigkeit haben. In der Dokumentation „Haben oder Sein“ porträtieren Kurt Langbein und Anna Katharina Wohlgenannt fünf Familien, die sich entschlossen haben, Wege der Nachhaltigkeit jenseits von Gier und Profitstreben zu gehen. Sie haben dabei viel gelernt.

Da ist etwa die Familie Hilmar aus dem Wohnprojekt Wien, wo man Wohnraum selbst verwaltet. Oder die Bauernfamilie Schmidt aus dem Weinviertel: Sie ist seit Ende der 1980er Jahre ein Pionier der Biolandwirtschaft. Außerdem die Bewohnerinnen und Bewohner der „Allmende Wulfsdorf“ unweit von Hamburg: Hier erprobt man alltägliche Kooperation. Des Weiteren erzählt der ehemalige Bankbeamte Friedrich Schmid von seiner neuen Heimat im Stift Göttweig, wo er nun als Mönch lebt. Schließlich ist da die Familie Salzmann aus dem Zürcher Wohnprojekt Kalkbreite, die das Teilen hochhält. Diese Menschen nehmen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf ihre Reise, bei der sie das Sein über das Haben stellen. Ihre Motivation, ihr Streben, ihre Gedanken, aber auch ihr Scheitern und das Erkennen von Grenzen bilden vielfältige Denkanstöße. Experten wie Rainer Funk, Nachlassverwalter Erich Fromms, der Postwachstumsökonom Niko Paech sowie der Neurobiologe Joachim Bauer geben Einblicke in die evolutionäre und ökonomische Bedeutung von Kooperation und maßvoller Wirtschaftsentwicklung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0001