Vorträge zweier Wissenschaftsstars und Glückwünsche des Bundespräsidenten – so feierte das IST Austria

Das Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) feierte diese Woche sein zehnjähriges Bestehen mit hohem Besuch aus Politik und Forschung

Klosterneuburg (OTS) - Nur zehn Jahre nach seiner Eröffnung im Jahr 2009 kann das IST Austria bereits in der weltweiten Top-Liga der Forschungsinstitute mitspielen. Das Jubiläum und den großen Erfolg der vergangenen zehn Jahre feierte man am IST Austria eine Woche lang mit einer Serie von Veranstaltungen. Den Auftakt bildete ein Festakt am 4. Juni mit hohen Gästen aus Politik und Forschung, an dem auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen teilnahm und dem Institut gratulierte. Öffentliche Vorträge zweier Starwissenschafter am 5. sowie am 6. Juni vervollständigten das Programm der Jubiläumswoche.

Mehr als 300 geladene Gästen aus Forschung, Politik und Wirtschaft waren am 4. Juni in die Raiffeisen Lecture Hall des IST Austria Campus in Klosterneuburg gekommen, um das Jubiläum des Instituts zu feiern. „Es ist großartig, einen Ort wie das IST Austria, an dem nationale und internationale Forschungsgrößen zusammenkommen, in Österreich zu haben,“ sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seiner Ansprache während des Festaktes. Ein österreichisches Wunder sei geschehen. Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Präsident und Rektor der „Central European University“, Michael Ignatieff, gratulierten dem Institut und seinem Präsidenten, dem Computerwissenschafter Tom Henzinger, zu der beeindruckenden Entwicklung.

Am 5. Juni faszinierte ein öffentlicher Vortrag des Nobelpreisträgers Sir Paul Nurse ein 200-köpfiges Publikum im Rahmen der IST Lectures. In seinem Vortrag „Science as revolution“ argumentierte der Genetiker und Zellbiologe, dass die Wissenschaft als die am längsten anhaltende Revolution in der Geschichte der Menschheit angesehen werden kann. Von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart erforschten neugierige Köpfe die Natur nach wissenschaftlichem Prinzip, und die Wissenschaft habe durch akribisch genaues Denken, durch experimentelle Methoden und reproduzierbare Ergebnisse als Hauptantrieb für Kultur und Zivilisation gewirkt.

Die ÖAW-IST Lecture von Bernhard Schölkopf, einem der führenden Computerwissenschafter Deutschlands, markierte gestern den Abschluss der Jubiläumswoche. In der voll besetzen Raiffeisen Lecture Hall sprach er in seinem Vortrag „Can Europe catch up in artificial intelligence?“ über die derzeitige Goldrauschmentalität in der Erforschung künstlicher Intelligenz und diskutierte, wie Europa an den Entwicklungen partizipieren und eine aktive Rolle in der KI-Forschung spielen kann. Es solle sichergestellt werden, dass das höchste Forschungsniveau auf diesem Gebiet weiterhin in den offenen Gesellschaften Europas durchgeführt wird, so seine Empfehlung.

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