Yildirim sieht neue Chance auf Ausbau von Gewaltschutz und Anti-Gewalt-Trainings

Anträge zu Gewaltschutz wurden unter ÖVP und FPÖ vertragt - Anfragebeantwortungen zeigen Handlungsbedarf

Wien (OTS/SK) - Eine erschreckend hohe Zahl an ermordeten Frauen und mehr Gewalt gegen Frauen - das belegt die aktuelle Kriminalstatistik. „Ging es um den Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt, setzte die schwarz-blaue Bundesregierung auf Inszenierung und eine PR-Show. Leider ohne konkrete Maßnahmen. Im Gegenteil, die Anträge der SPÖ wurden im Justizausschuss vertragt. Mit einer neuen Regierung gibt es nun eine neue Chance, für fortschrittliche Politik beim Gewaltschutz“, ist SPÖ-Nationalrätin und Tiroler SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Selma Yildirim überzeugt. Yildirim hat u.a. zum Thema Anti-Gewalt-Trainings Anfragen an Justiz- und Innenministerium gerichtet und einen Antrag eingebracht. Die Anfragebeantwortungen zeigen, dass statistisches Material fehlt. „Bedauerlicherweise fühlt sich auch kein Ministerium wirklich zuständig, wie die aktuelle Anfragebeantwortung zeigt. ****

„Mit Anti-Gewalt-Trainings wurden durchwegs gute Erfahrungen gemacht. ExpertInnen sind der Ansicht, dass diese Trainings einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, wiederholte Gewalt bzw. die Rückfälligkeit von Tätern zu verhindern. Bedauerlich ist, dass dieses Instrument zu wenig genutzt wird. Schätzungen zufolge hat nur ein Prozent der Täter ein solches Training absolviert. Einen entsprechenden Platz bzw. Termin für ein solches Training zu bekommen, ist schwierig. Ganz besonders am Land“, schildert Yildirim.

Die SPÖ-Abgeordnete verweist auf ihren Antrag: „Bei Gewalt in der Familie setze ich mich für verpflichtende Anti-Gewalt-Trainings ein. Wichtig ist ein entsprechendes Angebot zu schaffen und die Finanzierung sicher zu stellen. Auch soll Menschen, die sich freiwillig einem solchen Training unterziehen möchten, der Zugang erleichtert werden“, so Yildirim.

Den Antrag finden Sie hier:

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/A/A_00581/imfname_734811.pdf

Die Anfragen und Beantwortungen finden Sie hier:

https://www.parlament.gv.at/PAKT/PAD/index.shtml?NRBR=NR&GP=XXVI&PAD=2339&anwenden=Anwenden&PADVHG=ALLE&listeId=125&FBEZ=FP_025

(Schluss) jh/mr

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