AK und JI Wien: Digitalisierung gemeinsam zum Erfolg machen!

Digitalisierung gestalten anstatt nur darauf zu reagieren – Aus- und Weiterbildung als Schlüssel zum Erfolg

Wien (OTS) - „Die Digitalisierung bedeutet Veränderung, und diese gilt es proaktiv zu gestalten – wir wollen aufzeigen, was konkret getan werden kann, um diese Veränderung im Sinne der Menschen, insbesondere der Beschäftigten zu gestalten“, so der Direktor der Arbeiterkammer (AK) Wien, Christoph Klein sowie der Landesvorsitzende der Jungen Industrie (JI) Wien, Nikolaus Griller, unisono. Es sei das konstruktive Miteinander von MitarbeiterInnen und Management, das Österreich und seine Betriebe zu einem international erfolgreichen Wirtschaftsstandort gemacht haben. „Ebenso müssen wir im konstruktiven Miteinander die digitale Zukunft gestalten. Ideologische oder parteipolitische Grenzen müssen wir hierbei überwinden, dieses Thema betrifft uns alle gleichermaßen. Aus- und Weiterbildung sind dabei der Schlüssel zum Erfolg“, so Griller und Klein.

JI und AK Wien stellten heute, Donnerstag, im Rahmen eines Pressegesprächs eine Best-Practice-Sammlung bestehender Programme bzw. Initiativen vor, die bereits heute für eine bestmögliche Vorbereitung auf die Welt der Digitalisierung in der beruflichen Bildung sorgen bzw. innovative digitale Möglichkeiten im Bereich der Aus- und Weiterbildung nutzen. Ein paar der in der gemeinsamen Sammlung vorgestellten Initiativen werden im Rahmen des „Pitch im Paternoster“ im Haus der Industrie um die Gunst einer 13-köpfigen Jury ringen.

Griller: Digitalisierung kann Weg zum Erfolg sein

Sicherlich werde der Trend hin zu immer stärker werdender Digitalisierung und Automatisierung die Arbeitswelt verändern, so Griller, aber: „Studien zeigen, dass gerade jene Länder, in denen die Automatisierung weit fortgeschritten ist, eine geringere Arbeitslosigkeit haben. In Unternehmen mit einem starken „digitalen Reifegrad“ steigt nicht nur die Produktivität, sondern auch die Beschäftigung.“ Zudem dürfe man nicht vergessen, dass die Digitalisierung auch neue Jobs entstehen lasse. „Allerdings können wir die Digitalisierung nur dann zu einem Erfolgsrezept für Österreich machen, wenn wir ganz vorne mit dabei sind“, so Griller. In diesem Sinne sei man sehr erfreut und dankbar, in der AK Wien einen guten Partner für diese gemeinsame Initiative gefunden zu haben, so der Vorsitzende weiter: „Ganz klar, wir sind nicht in jedem Bereich, bei jedem Thema einer Meinung mit der AK. Aber hier spielt das keine Rolle – es geht um unserer aller Zukunft. Also müssen wir auch an einem Strang ziehen.“

Klein: Digitalisierungsoffensive

„Es freut uns, dass die Junge Industrie und damit die Industriekapitäne der Zukunft den Wert eines gemeinsamen Vorgehens erkennen und wir zusammen konkrete Beispiele zeigen können, wie mittels innovativer Ansätze im digitalen Zeitalter betriebliche Weiterbildung gelingen kann“, so Christoph Klein.
2018 hat die Arbeiterkammer mit ihrem Zukunftsprogramm ganz klar den Fokus der nächsten Jahre auf Digitalisierung gerichtet. Die AK hat eine große Digitalisierungsoffensive gestartet. Insgesamt stehen 150 Millionen Euro zur Verfügung: für die Qualifizierung der AK Mitglieder und für neue innovative Projekte. Durch eine neue Bildungsförderung werden AK Mitglieder mit bis zu 5.000 Euro unterstützt, wenn sie Kurse im Bereich Digitalisierung belegen. Mit dem AK Digitalisierungsfonds Arbeit 4.0 unterstützt die AK Projekte und Initiativen für eine bessere digitale Arbeitswelt. Eine erste Einreichrunde ist soeben zu Ende gegangen und war sehr erfolgreich:
Es gab über 80 Einreichungen. Eine Auswahl aus diesen wird gefördert, womit auch aufgezeigt werden soll, was konkret in den Betrieben, der Zivilgesellschaft, den Gewerkschaften getan werden kann, um die Potenziale der Digitalisierung im Sinne der Beschäftigten heben zu können.

Schutzimpfung Bildung für erfolgreiche Digitalisierung

„Aus- und Weiterbildung sind entscheidend. Ein Viertel der Österreicher zwischen 16 und 65 Jahren kann einfache Aufgaben unter Verwendung eines Webbrowsers oder von Mailprogrammen nicht zufriedenstellend lösen – wir haben also genug zu tun“, so Griller. Der Einsatz digitaler Medien könne hier einerseits helfen, die Angst vor neuen Technologien zu nehmen und andererseits die Erlernung neuer Kompetenzen erleichtern, so Griller, der hinzufügte: „Neben einer Verbesserung des gesamten Bildungswesens vom Kindergarten über die Hochschule bis hin zum lebenslangen Lernen sind natürlich auch wir Unternehmer gefragt: Wir müssen auch in den Betrieben alles tun, um in der Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Nase vorne zu behalten.“

Empirische Studien zeigen: Weniger als die Hälfte der Beschäftigten (45%) nimmt an einem Weiterbildungskurs teil. „Hier gibt es deutlich Luft nach oben. Lebensbegleitendes Lernen kann aber nicht nur eine Forderung an die Beschäftigten sein. Die Voraussetzungen müssen auch von den Betrieben geschaffen werden“, sagt Klein.
„Ein Schlüssel, damit Digitalisierung gelingt, ist Bildung. Egal, ob schulische Bildung, konkrete Ausbildung oder Weiterbildung“, sagt Klein. „Eine gute Ausbildung ist dabei so etwas wie eine Schutzimpfung, begleitende Aus- und Weiterbildung muss eine Selbstverständlichkeit in der Arbeitswelt der Zukunft sein.“ Denn mit dem richtigen Rüstzeug ist es leichter, im digitalen Wandel zu bestehen.

Junge Industrie und AK hoffen, mit der Best-Practice-Sammlung sowie dem „Pitch im Paternoster“ erste Impulse geben zu können, um auch in Österreich neue Wege im Bereich der Digitalisierung in der beruflichen Bildung zu gehen, so AK Direktor Klein und JI-Wien-Vorsitzender Griller abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
Miriam Koch
+43 1 50165 - 12893
miriam.koch@akwien.at
wien.arbeiterkammer.at

Junge Industrie Wien
Tobias Birsak
+43 1 71135 - 2463
tobias.birsak@iv.at
wien.iv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001