Juniormed – Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Apothekerinnen und Apotheker erarbeiten Rezeptur-Nachschlagewerk für altersgerechte Arzneimittel

Wien (OTS) - Kinder und Jugendliche benötigen nicht nur eine spezielle medizinische Betreuung, sondern auch für sie individuell angepasste Medikamente. In der Versorgungspraxis fehlt es allerdings oft an industriell hergestellten Fertigarzneimitteln. Hier kommt der sogenannten „magistralen Rezeptur“, einem nach Rezept individuell, händisch angefertigten Arzneimittel, eine sehr hohe Bedeutung zu. Diese Anfertigungen durch Apothekerinnen und Apotheker schließen oft Therapielücken für Kinder und Jugendliche.

Richtige Medikation für Kinder

Am 7.6. begehen in Deutschland Apotheker-Kolleginnen und -Kollegen den „Tag der Apotheke“. Er steht heuer unter dem Motto „Richtige Medikation für Kinder“. Dieser Ansatz ist auch im Projekt JUNIORMED in Österreich ein ganz wesentlicher. In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten ist es Apothekerinnen und Apothekern gelungen, ein Standardwerk von verfügbaren Rezepturen und qualitätsgeprüften Herstellungsvorschriften für die wichtigsten Indikationsgebiete in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu publizieren. Es versteht sich als Teil einer zukunftsweisenden Qualitätsoffensive zur Arzneimittelversorgung von Kindern und Jugendlichen, die in interdisziplinärer Kooperation das Fachwissen von Universitäten, Kinderärztinnen und Kinderärzten, Hautärztinnen und Hautärzten, Apothekerinnen und Apothekern sowie pharmazeutischen Technologinnen und Technologen vereint. Dieser praxistaugliche und nützliche Begleiter ist ein wesentlicher Beitrag zu einer Vereinheitlichung und qualitätsgesicherten Standardisierung in der täglichen Arbeit von Apothekerinnen und Apothekern und soll als Nachschlagewerk und Ideenspeicher dienen.

Apotheke – orientierungsgebende Erstanlaufstelle für Eltern

Wir Apothekerinnen und Apotheker sorgen als „Best Point of Care“ jeden Tag für die Gesundheit der Menschen. Damit die Apotheke jene professionelle Anlaufstelle auch für Eltern und Jugendliche bleibt, wo die Anliegen der Gesundheit zu Hause sind, ist es enorm wichtig, laufend interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Es freut mich sehr, dass wir mit JUNIORMED ein wertvolles Nachschlagewerk präsentieren können, in dem wir unsere unverzichtbare Expertise innerhalb des Gesundheitssystem zeigen und so unmittelbar zum gesundheitlichen Wohle der Kinder und Jugendlichen beitragen“, zeigt sich Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, erfreut über das vorliegende Kompendium.

Kooperationspartner

Das Projekt wurde von der Österreichischen Apothekerkammer initiiert und mit folgenden Kooperationspartnern durchgeführt:

  • Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
  • Land Oberösterreich
  • Oberösterreichische Gebietskrankenkasse
  • Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde
  • SALK-Paracelsus Medizinische Privatuniversität
  • Universität Innsbruck

Weiterführende Informationen:

http://www.juniormed.at/

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Stadt oder Land: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Insgesamt beraten rund 6.000 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.400 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine zentrale Leistung der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Apothekerkammer
Mag. Elisabeth Ort
Tel.: 01/404 14 DW 600
E-Mail: presse@apothekerkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | APO0001