SOS-Kinderdorf zum Vatertag: Mehr Zeit fürs Vatersein!

Wien (OTS) - „Wir gratulieren allen Vätern herzlich zum Vatertag – und wünschen ihnen viel unbeschwerte Zeit mit ihren Kindern", sagt Christian Moser, Geschäftsführer von SOS-Kinderdort. Für viele Familien ist gemeinsame Zeit ein knappes Gut geworden. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage vom Institut für Jugendkulturforschung im Auftrag von SOS-Kinderdorf hervor.

55 Prozent der befragten Jugendlichen wünschen sich mehr Zeit für gemeinsame Aktivitäten mit den Eltern.

„Bei meinem Papa ist es so, der hat blöde Dienste und viele Nachtdienste und dann sehen ich und meine Mama ihn eine Woche fast gar nicht", bedauert Lena, 15 Jahre.

Der Vater geht arbeiten, die Mutter kümmert sich neben ihrem Teilzeit-Job um die Familie. Auch im Jahr 2019 ist das vielen österreichischen Familien Normalität. Nur rund 4 % der Väter gehen laut Statistik Austria in Karenz.

„Es braucht dringend Anreize, um Arbeits- und Familienzeit zwischen Müttern und Väter gleichmäßiger aufzuteilen. Wir wünschen uns für dieses wichtige Thema mutigere, innovativere Ideen von Politik und Wirtschaft", so Moser.

  • Väter sollen wie Mütter die Möglichkeit haben, Kinder auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben zu begleiten. Es braucht attraktive Modelle, die Berufstätigkeit innerhalb der Familie gerecht aufzuteilen.

  • Flexible Arbeitszeiten dürfen nicht nur Unternehmen flexibler machen. Sie müssen auch Vätern die Möglichkeit geben, zugunsten der Familie flexibel zu sein.

  • Arbeitsfreie Zeiten müssen wirklich Freizeit sein. Über mobile Geräte ständig erreichbar zu sein, geht auf Kosten der Familienzeit.

  • Es braucht Anreize für Väter, in Karenz zu gehen und attraktive Modelle, die Berufsstätigkeit innerhalb einer Familie gleichmäßig aufzuteilen. Sodass im Umkehrschluss auch BEIDE Elternteile gleich viel Zeit mit der Familie verbringen und sich gegenseitig entlasten können.

„Im Jahr 2019 sollte kein Vater mehr schief angeschaut werden, wenn er ein Geschäftsmeeting frühzeitig verlässt, um das Fußballturnier seiner Tochter zu besuchen", so Moser abschließend.

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