NEOS begrüßen angekündigte Probezeit für neue Lehrerinnen und Lehrer

Hoyos/Wiederkehr: „Damit ist es aber längst nicht getan, es braucht ein ganzes Maßnahmenpaket für die Schulen.“

Wien (OTS) - Erfreut reagieren NEOS-Bildungssprecher Douglas Hoyos und der Wiener NEOS-Klubobmann Christoph Wiederkehr auf die Ankündigung des Wiener Bildungsdirektors Heinrich Himmer, das Lehrerdienstrecht nach den Vorfällen in der HTL Ottakring endlich ändern zu wollen. „Eine dreimonatige Probezeit für neue Lehrerinnen und Lehrer ist längst überfällig“, sagt Hoyos. „Denn wenn jemand einfach nicht für den Lehrerberuf geeignet ist, ist es im Interesse aller, wenn das frühestmöglich erkannt und entsprechend rasch gehandelt wird.“ Aus demselben Grund sei es auch zu begrüßen, dass eine Kündigungsmöglichkeit bei befristeten Verträgen geschaffen werden soll, ergänzt Wiederkehr.

Damit sei es aber längst nicht getan, sind sich Hoyos und Wiederkehr einig. NEOS verweisen daher erneut auf ihr „Maßnahmenpaket Schule“, das dringend umgesetzt werden muss, damit es künftig erst gar nicht zu solchen Vorfällen wie in Ottakring kommt:

  1. Einrichtung einer unabhängigen und weisungsfreien Mobbing-Meldestelle sowie einer Mobbing-Kommission in allen Bildungsdirektionen.

  2. Mehr Sozialarbeiter_innen, Psycholog_innen für die Schulen und Unterstützungspersonal/Verwaltungkräfte für Lehrer_innen und Schulleiter_Innen

  3. Coaching und Supervision für Lehrer_innen

  4. Schulleiter_Innen müssen echte Führungskräfte werden (frei von parteipolitischen Einflüssen, gewählt durch die Schulgemeinschaft vor Ort)

  5. Das verkrustete Lehrerdienstrecht gehört abgeschafft: Analog zu anderen Berufen soll auch für alle Mitarbeiter_innen in Schulen ein bundesweiter Rahmenkollektivvertrag ausgehandelt werden. Dieser ersetzt das starre Lehrerdienstrecht, das zuletzt für viel Frust auf allen Seiten gesorgt hat. Der Rahmenkollektivvertrag regelt Mindestlöhne und Grundgehälter, Arbeitszeitfragen im Rahmen eines Jahresarbeitszeitmodells sowie Kündigungsmöglichkeiten. Er gibt den Schulen Handlungsspielräume bei der finanziellen Honorierung von besonderen Leistungen, bei Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Schule, bei Fragen der Aufgaben- und Arbeitszeitverteilung und anderen Aspekten der Personal- und Organisationsentwicklung.

„Es ist einfach die Pflicht der Politik, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer zu schaffen“, betont Hoyos.

„Derzeit werden Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer und die Schulleitung viel zu oft allein gelassen“, ärgert sich Wiederkehr. „Das hat ja selbst der Bildungsdirektor zugegeben. Künftig muss klar sein, dass auch die Behörde rascher reagiert und unbürokratisch Unterstützung anbietet, wo Unterstützung notwendig ist. Und: Hinschauen, wenn in einer Schule ein Problem vorliegt, ist zu wenig. Es muss dann auch jemand rasch die Verantwortung übernehmen und eine Entscheidung treffen.“

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