SPÖ-Frauen: Feminismus und die soziale Frage gehen Hand in Hand

Die Demokratisierung der Geschlechterverhältnisse stand im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung im Karl-Renner-Institut

Wien (OTS/SK) - „In unserer Gesellschaft ist es immer noch so, dass Frauen und Männer unterschiedlichen Erwartungshaltungen ausgesetzt sind, unterschiedlich ‚mächtig‘ sind und hierbei Frauen immer noch als ‚schwächer‘ angesehen werden“, so die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Marina Hanke bei der gestrigen Veranstaltung im Karl-Renner Institut „Sagen, was ist! Die soziale Frage aus feministischer Perspektive“. „Diese Rollenbilder werden wieder mehrheitsfähiger und das vor allem, weil konservative und rechtsextreme Kräfte den Antifeminismus in ganz Europa stärken“, so Hanke.
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„Es ist dem Karl-Renner-Institut ein wichtiges Anliegen, einen Raum für feministischen Austausch zu bieten, diesen zu gestalten und damit die feministische Bewegung zu stärken“, so Barbara Hofmann bei der Eröffnung. „Feminismus und die soziale Frage gehen Hand in Hand. Dass in den letzten Jahren die Arbeitslosigkeit bei älteren Frauen gestiegen ist, während die Arbeitslosigkeit bei Männern zurückgegangen ist, ist ein Ausdruck der schwarz-blauen Politik der Vergangenheit. Dass gerade in einer solchen Situation die Förderungen für Frauen beim AMS gekürzt wurden, ist besonders alarmierend. Umso wichtiger ist jetzt eine Politik, die alle Frauen stärkt“, erklärte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner.

Politikwissenschafterin und Buchautorin Alexandra Weiss nannte eine Beschränkung der Macht des Marktes und die Neu-Verteilung und -Bewertung der Arbeit von Frauen und Männern als essentiell für die Demokratisierung der Geschlechterverhältnisse. „Das verbindet eine Politik der Umverteilung mit einer Politik der kulturellen Anerkennung. Arbeits- und Sozialpolitik muss dazu antreten, den Menschen ein Leben zu ermöglichen, frei von ökonomischen Zwängen und jenseits einer permanent verlangten Optimierung ihrer selbst und Arbeitskraft, die ohnehin nie genügt“, so Weiss.

Um Herausforderungen für eine emanzipatorische Frauenpolitik geht es im Buch „Johanna Dohnal und die Frauenpolitik der Zweiten Republik“, das von Alexandra Weiss und Erika Thurner herausgegeben wurde und im Frühjahr dieses Jahres erschienen ist. Die Veranstaltung wurde moderiert von Kathrin Glösel.

Fotos der Veranstaltung: https://tinyurl.com/y5xg5m7z (Schluss) ls/mp

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