Ibiza-Video und Misstrauensvotum sorgen für Präsenzrekorde

APA-DeFacto-Politikerranking: Kurz erreicht mehr als 3.000 Beiträge, Bundespräsident Van der Bellen verdreifacht Medienpräsenz im Vergleich zum Vormonat

Wien (OTS) - Das aktuelle APA-DeFacto-Politikerranking, das monatlich die Berichterstattung von fünfzehn heimischen Tageszeitungen analysiert, weist im Mai 2019 Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als den mit Abstand meistgenannten Politiker Österreichs aus (3.144 Beiträge). Der durch einen Misstrauensantrag des Amtes enthobene Ex-Kanzler verdoppelt im Vergleich zum Vormonat seine mediale Präsenz (+127 Prozent) und erreicht damit seinen höchsten Präsenzwert seit Oktober 2017. Neben den Ereignissen rund um das Ibiza-Video, waren besonders die darauffolgende Regierungsumbildung sowie der Vertrauensentzug durch den Nationalrat die Präsenztreiber für Kurz.

Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), der im Zuge der Ibiza-Enthüllungen schwer unter Druck geraten und tags darauf zurückgetreten war, belegt mit 1.935 Beiträgen (+143 Prozent) den zweiten Platz im Politikerranking. Straches Parteikollege Johann Gudenus, der ebenfalls im brisanten Video zu sehen war, belegt mit 585 Beiträgen den achten Platz im Ranking.

Herbert Kickl (FPÖ, Platz 3, 1.133 Beiträge) räumte in weiterer Folge sein Amt als Innenminister. Eine Reaktion darauf war der geschlossene Rückzug der freiheitlichen Regierungsmannschaft. Der nunmehr ehemalige Infrastrukturminister Norbert Hofer, der die Führung der FPÖ im Nationalrat übernahm, belegt im APA-DeFacto-Politikerranking Platz 5 (801 Beiträge).

Bundespräsident Alexander Van der Bellen (Platz 4, 1.043 Beiträge) erreicht im Rahmen der Ereignisse um das Ibiza-Video beinahe eine Verdreifachung seiner medialen Präsenz. Ansprachen an die Bevölkerung, Gespräche mit Parteichefs oder die Angelobung vorgeschlagener Minister treiben im Mai seine Medienpräsenz auf den höchsten Wert seit Dezember 2016. Den vier angelobten Kurzzeit-Ministern, unter ihnen Ex-Innenminister Eckart Ratz (Platz 25), wurde eine Woche später – gemeinsam mit der ÖVP-Regierung – das parlamentarische Vertrauen entzogen. Angeführt von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner (Platz 6, 732 Beiträge) stimmte der Nationalrat einem Misstrauensantrag zu, der die Regierung Kurz beendete. Die designierte Neo-Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein schaffte es mit 111 Beiträgen auf den 46. Platz im Monat Mai.

Der parallel dazu verlaufende Europawahlkampf trat mit der Regierungskrise medial in den Hintergrund. Spitzenkandidaten wie Harald Vilimsky (FPÖ, Platz 7), Othmar Karas (ÖVP, Platz 9), Andreas Schieder (SPÖ, Platz 12), Werner Kogler (Die Grünen, Platz 13) oder Claudia Gamon (NEOS, Platz 18) erreichten dennoch jeweils einen Platz unter den Top-20 .

Das gesamte Ranking der Top-20 für Mai 2019 ist unter www.ots.at/politikerranking abrufbar. Das Ranking wurde von APA-DeFacto aufgrund der Anzahl der Beiträge mit namentlicher Erwähnung von Politikerinnen und Politikern in fünfzehn österreichischen Tageszeitungen für den Zeitraum von 1. bis 31. Mai 2019 erstellt.

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