SchülerInnen und die Politik

Politisches Interesse der Jugendlichen wurde geweckt, tieferes Verständnis fehlt jedoch noch immer. Schulfach Politische Bildung wird flächendeckend benötigt.

Wien (OTS) - Die Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl zeigt, dass sich die Menschen, einschließlich Jugendliche, wieder mehr für Politik interessieren. Die politische Bildung, die Schülerinnen und Schüler momentan erleben, erfolgt jedoch hauptsächlich aus eigener Motivation. Schülervertreterinnen und Schülervertreter fordern nun abermals politische Bildung.

Timo Steyer dazu: “Die Aufgabe der Schule ist es, die Schülerin oder den Schüler auf das weitere Leben vorzubereiten. Jugendliche sind in Österreich ab 16 Jahren dazu berechtigt, Ihre Stimme bei Wahlen abgeben dürfen. In der Schule bekommen sie von unserem Staats, Rechts- und demokratischen System so gut wie nichts mit - damit kommt die Schule ihrer Aufgabe nicht nach.

”Aus diesem Grund mussten wir Schülerinnen und Schüler im Zuge der Kampagne “EUda - EU bist auch DU!” politische Bildung selbst in die Hand genommen. Durch mehrere Podiumsdiskussionen mit insgesamt über 3.000 Jugendlichen informierten Schülerinnen und Schüler über die anstehenden EU-Wahlen und animierten zur Wahl zu gehen. Natürlich freuen wir uns sehr, dass die Wahlbeteiligung bei der vergangenen EU-Wahl gestiegen ist. Jedoch darf man den Blick auf das große Ganze nicht verlieren. Nicht einmal 6 von 10 Personen haben ihre Stimme bei der Wahl abgegeben - ein verpflichtendes Fach “Politische Bildung” ist dringend notwendig!”. so Steyer.

Auch Tobias Hofstätter, Bundesobmann der Schülerunion, fordert politische Bildung: “Mit Fridays for Future haben Jugendliche in den letzten Monaten etwas geschafft, das niemand in den letzten Jahrzehnten geschafft hat. Nämlich Politik so nah und spannend für junge Menschen zu machen, dass sie sich selbst aus eigener Motivation in den Prozess einbauen und begeistert werden. Das ist politische Bildung hautnah, die ebenfalls ausschließlich aus der Eigeninitiative von Schülerinnen und Schüler entstanden ist. Ich bin mir nicht nur sicher, dass politische Bildung in den Schulen notwendig ist, ich bin mir auch sicher, dass sie von den Schülerinnen und Schülern begrüßt wird.”

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Schülerorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt sie als wichtige Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie in diesem Schuljahr 22 von 29 Mandaten stellt. Der Bundesschulsprecher Timo Steyer kommt ebenfalls von der Schülerunion.

Rückfragen & Kontakt:

Raphaela Höck
Pressesprecherin Schülerunion
raphaela.hoeck@schuelerunion.at
+43 664 3037503

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OSU0001