Kuhmilch: Zwischen Tierleid und Klimakrise

Kann man guten Gewissens Kuhmilch trinken? Zum Weltmilchtag 2019 will der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN eine Entscheidungsgrundlage bieten!

Wien (OTS) - Die globale Kuhmilch-Produktion nahm in den letzten Jahren stetig zu – ein Plus von mehr als 30 % seit 2005. Auch in Österreich ist dieser Trend merkbar. Auf der Strecke bleiben beim Milchwirtschaftswachstum allerdings Tierschutz- und Umweltbedenken.
In einem neuen Video des VGT werden aktuelle Kritiken von Tier- und Klimaschützer_innen zusammengefasst.

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Ein Hauptproblem der Tier-Landwirtschaft findet sich auch in der Milchproduktion wieder: Artwidrige Haltung und Tierleid werden für den höheren Ertrag in Kauf genommen. Auch in Österreich werden in erster Linie Hochleistungsrassen verwendet. In den letzten 10 Jahren stieg die durchschnittliche Jahresmilchleistung pro Kuh von 4.600 kg Rohmilch auf mehr als 7.000 kg. Doch das hat einen Preis: Die Körper der Tiere können mit diesem Milchdruck nicht mithalten.
Statt ihre natürliche Lebenserwartung von rund 20 Jahren zu erreichen, wird die österreichische Milchkuh im Schnitt mit 6,3 Jahren getötet. In Schlachthöfen werden sie zu Rindfleisch verarbeitet.

Die Verbindung zur Fleischproduktion

Die Milch- und Rindfleischwirtschaft sind enger verbunden als viele glauben. Nicht nur die „ausgedienten“ Milchkühe, sondern auch ihre Kälber werden zu Fleisch verarbeitet. Damit Kühe überhaupt Milch geben, müssen sie – wie jedes andere Säugetier – ein Kind auf die Welt bringen. In der Milchindustrie bekommen Kühe jährlich ein Kalb. Doch diese Kälber, besonders die kleinen Stierkälber, sind in der Kuhmilchproduktion überflüssig. Langstreckentransporte von wenige Wochen alten Kälbern und Auslandsexporte sind die Folge.

Klimasünde Kuhmilch?

Die Klimabilanz von Rind-Produkten ist generell äußerst schlecht. Die Tierlandwirtschaft macht insgesamt gut 12 % aller vom Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen aus – mehr als der gesamte, weltweite Transportsektor. Die Kuhmilchwirtschaft trägt dazu fast ein Drittel bei – ebenso viel wie die Rindfleischproduktion. Besonders der Methanausstoß durch die Verdauung der Tiere belastet das Klima sehr. Rund 20% des globalen Methanausstoßes entfallen auf die Rinderhaltung, hingegen macht etwa der gesamte weltweite Reisanbau nur 10 % aus.

Tier- und umweltfreundlichere Milch

Auch wenn sie auf der Verpackung nicht so bezeichnet werden darf, liegt Pflanzenmilch in der Nachhaltigkeit und in der Verhinderung von Tierleid eindeutig vor der Kuhmilch. Sowohl in der Klimabilanz, als auch beim Land- und Wasserverbrauch liegen pflanzliche Milchsorten weit vorne. Besonders Soja- und Hafermilch schneiden überaus gut ab.

Wer also die Tiere und das Klima schützen möchte, verzichtet auf den Konsum von Kuhmilchprodukten und genießt stattdessen pflanzliche Milchsorten!

Der VGT möchte besonders rund um den Weltmilchtag die Aufmerksamkeit auf das Leid der Tiere lenken: Aktionen finden in Wr. Neustadt, Linz und Graz statt.

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VGT - Verein gegen Tierfabriken
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