Schwieriger Start ins Honigjahr 2019 für Honigbienen und Imkerinnen und Imker

Bienen füttern, statt Honig ernten

Wien (OTS) - Die nasskalte Witterung der letzten Tage und Wochen tut zwar der Landwirtschaft in den Trockenregionen gut, macht aber den Bienen zu schaffen. Die Honigbienen können bei Regenwetter und niedrigen Temperaturen nicht ausfliegen und von den blühenden Kulturen Nektar und Pollen sammeln. Selbst die Eigenversorgung der Bienen ist in vielen Regionen nicht gesichert, sodass die Imkerinnen und Imker ihre Völker füttern müssen. Normalerweise werden um diese Jahreszeit Frühjahrsblüten-, Raps- oder Akazienhonig geerntet.

Honiglager sind leer

Da auch die letzten Jahre eher unterdurchschnittliche Honigernten gebracht haben, sind die Honiglager weitgehend geleert. „Mit einer Preisanpassung für Österreichischen Honig in den Regalen und bei den Imkerinnen und Imkern ist zu rechnen“ – so der Obmann von Biene Österreich und Präsident des Österreichischen Erwerbsimkerbundes, Stefan Mandl.

Österreichischer Honig sichert Bestäubung

Nur wer Honig aus den Regionen Österreichs einkauft, sichert die Bestäubung der landwirtschaftlichen Kultur- und der Wildpflanzen, bekräftigt Reinhard Hetzenauer, Obmann Stellvertreter von Biene Österreich und Präsident des Österreichischen Imkerbundes. „Bestäubung kann man nicht importieren“.

Eindeutige Herkunftskennzeichung von Honig gefordert

Damit die Honigkonsumentinnen- und Konsumenten in den Supermarktregalen tatsächlich auch heimischen Honig kaufen können, müssen sie darauf achten, was am Etikett steht. Die Herkunftskennzeichung von Honig ist in der EU Honigverordnung aus Sicht der Imkereibranche jedoch unzureichend geregelt: So findet man als Herkunftsbezeichnung oft „Mischung von Honig aus EU und Nicht EU Staaten“. Mit dieser Bezeichnung ist die Herkunft des Honigs allerdings für niemanden klar.

Biene Österreich fordert daher von einer neuen Bundesregierung, eine eindeutige Herkunftskennzeichung für Honig auf nationaler Ebene einzuführen, wie es beispielsweise Italien und Frankreich schon getan haben. Eine zwingende Herkunftskennzeichung bei bestimmten Lebensmitteln und verarbeiteten Produkten war ja schon ein wichtiges politisches Ziel von Bundesministerin Elisabeth Köstinger.

„Die Herkunft von Honig in den Supermarktregalen muss zukünftig eindeutig gekennzeichnet sein“ fordern unisono Stefan Mandl und Reinhard Hetzenauer. Die Konsumentinnen und Konsumenten müssen Klarheit über die Herkunft von Honig haben, damit sie auch die österreichischen Imkerinnen und Imker unterstützen können, um so die unersetzliche Bestäubungsleitung unserer Bienen auch zukünftig für die Gesellschaft unentgeltlich abzusichern.

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