Innovationen der Chemie können CO2 reduzieren und Wohlstand sichern

Chemische Industrie konnte 2018 ein erfolgreiches Jahr erzielen, Erwartungen für 2019 vorsichtig optimistisch

Wien (OTS) - „Die Branche konnte sich letztes Jahr in Österreich erfreulich entwickeln“, erklärt Hubert Culik, Obmann des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs. „Getragen von der guten internationalen Konjunktur konnten wir ein Wachstum von über 5 Prozent verzeichnen.“ Dies ist besonders den Zuwächsen bei organischen und anorganischen Grundstoffen zu verdanken, aber auch Pharmazeutika und Kunststoffe entwickelten sich positiv. Während die Exporte nach Frankreich, nach Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner, zurückgingen, konnten die Ausfuhren in wichtige Märkte Osteuropas, etwa Tschechien, Polen und Slowakei, aber auch in die USA zulegen.

Die Erwartungen für 2019 sind in der chemischen Industrie vorsichtig optimistisch. Das Jahr hat gut begonnen, die Auftragslage ist mit dem Vorjahr zu vergleichen. Konjunkturelle Risken durch die sich abzeichnende Konjunkturabschwächung in Deutschland sowie den nahenden Brexit und den Handelskonflikt zwischen den USA und China werden allerdings ernst genommen.


Innovationen der Chemie zur Erreichung der UN—Nachhaltigkeitsziele unverzichtbar

Die chemische Industrie ist eine Branche mit Zukunftspotential. „Gerade bei der Erreichung der Klimaziele kann man auf die Lösungskompetenz der Chemie nicht verzichten“, ist Culik überzeugt. „Wenn wir CO2 reduzieren und gleichzeitig ein stabiles Wachstum verzeichnen wollen, um unseren Wohlstand zu erhalten, dann braucht es Innovationen aus der Chemie.“ Schon jetzt leistet man einen wesentlichen Beitrag etwa durch Wärmedämmung von Gebäuden, durch treibstoffeinsparende Leichtbauteile an Autos und durch wichtige Bausteine für Solarenergie.

Die Weltbevölkerung wird bis 2050 auf 10 Milliarden steigen. Wenn es uns gelingen soll, für alle ausreichend Ernährung, sauberes Wasser, Energie usw. bereitzustellen und trotzdem gleichzeitig CO2 zu reduzieren, dann sind technologische Weiterentwicklungen notwendig. Hier ist die Chemie ein unverzichtbarer Partner durch Innovationen in sämtlichen Bereichen von ausreichender Ernährung, über erneuerbare Energien und umweltschonendere Mobilität bis zu nachhaltigem Konsum. Besonders Kreislaufwirtschaft muss in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, um Ressourcen zu schonen. Aber auch der Einsatz von Biomasse als Ersatz für Erdöl gewinnt zunehmend an Bedeutung.

„Die Innovationen der chemischen Industrie ermöglichen es, dass die UN—Nachhaltigkeitsziele ohne Verzicht auf unseren Lebensstandard erreicht werden können“, so Culik. Der Fachverband plant eine Studie über den Beitrag der Innovationen der chemischen Industrie zur Erreichung der UN—Nachhaltigkeitsziele.


Standortfreundlicher Kurs der Regierung muss fortgesetzt werden

Um voll leistungsfähig zu sein und die Innovationskraft beweisen zu können, braucht Österreichs chemische Industrie aber die richtigen Rahmenbedingungen. Im vergangenen Jahr wurden einige Reformen umgesetzt, die bedeutend zur Verbesserung des Standortes Österreich beigetragen haben, etwa die Arbeitszeitflexibilisierung oder die Erleichterungen bei Genehmigungsverfahren. Aber auch die Reformen bei den Sozialversicherungen werden von der Branche positiv bewertet. “Wir hoffen nun, dass die nächste Regierung diesen Kurs fortsetzt und für den Standort wichtige Reformen nicht wieder zurücknimmt“, fordert Culik. Teure Wahlzuckerl, wie im Jahr 2017, sollten diesmal laut Culik unterlassen werden. Bis zu den Wahlen erwartet sich die chemische Industrie erstmals Stabilität.

Populismus führt auf nationaler wie europäischer Ebene zu Fehlentscheidungen

„Wichtig für die chemische Industrie ist sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene, dass Fakten und nicht Populismus zu Entscheidungen führen“, ergänzt Culik. „Der zunehmende Nationalismus in Europa gefährdet unseren Wohlstand, da sich die Industrie in ihrer Investitionstätigkeit auf einen funktionierenden Binnenmarkt verlassen hat. Wird dieser fragmentiert, verliert Europa und natürlich auch Österreich als Standort an Attraktivität.“

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