EU-Wahl: Für LH Kaiser trotz Stimmenzuwachs schmerzhaftes Ergebnis Folge des FPÖ-Ibiza-Videos

Kaiser, Sucher: Die vielen positiven Gründe für ein starkes Europa sind durch das Schmuddel-Video der FPÖ und die darauf durch Kurz gesprengte Regierung völlig untergegangen.

Klagenfurt (OTS) - „Schmerzhaft und schwer nachvollziehbar“ ist das prognostizierte Ergebnis der SPÖ bei der heutigen EU-Wahl für den stellvertretenden SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Landeshauptmann Peter Kaiser und SPÖ Kärnten Landesgeschäftsführer Andreas Sucher. „Letztlich haben sich das FPÖ-Ibizavideo, die darin zur Schau gestellte moralische Verwahrlosung, und die von Sebastian Kurz in die Luft gesprengte Bundesregierung zwar dramatisch ausgewirkt, allerdings völlig anders als erwartet“, so Kaiser zum Bundesergebnis.

Sowohl der ÖVP als auch der FPÖ sei es gelungen, die EU-Wahl zu einer parteipolitischen Existenzfrage umzudeuten. Das eigentliche Thema, Europa und wie Europa in Zukunft politisch vertreten sein und aussehen soll, sei leider völlig untergegangen. „Das tut mir vor allem für die vielen Freiwilligen und Funktionäre leid, die sich wie bei uns in Kärnten so engagiert für Europa und die Sozialdemokratie ins Zeug gelegt haben, und bei denen ich mich aufrichtig für ihren Einsatz bedanke“, so Kaiser, der das detaillierte Kärntner Ergebnis, morgen in der Sitzung des Kärntner Landesparteivorstandes, kommentieren wird.

Sowohl FPÖ als auch ÖVP hätten der Bevölkerung leider erfolgreich etwas vorgegaukelt, das eigentlich gar nicht zur Wahl stand: Die EU-Wahl sei zu einer vorgezogenen Nationalratswahl umgedeutet und hochstilisiert worden.

„Die FPÖ hat in altbekannter Manier und völlig frei von jedem Unrechtsbewusstsein mit Verschwörungstheorien davon abgelenkt, dass sie mit im Ibiza-Video in schon fast brutaler Manier deutlich gewordener Unmoral für den eigenen Vorteil und Machtstreben alle Grenzen zu überschreiten bereit sind und sogar dazu, unser heimisches Trinkwasser an Oligarchen zu verscherbeln. Die ÖVP hat in absurden Schuldzuweisungen, was die Auftraggeber des Videos betrifft, und einer mitunter schon peinlich anmutenden und völlig realitätsfernen Opferinszenierung von Sebastian Kurz von der eigenen Mitverantwortung abgelenkt“, analysiert Sucher.

Beiden, ÖVP und FPÖ, sei es mit der jeweiligen Kommunikationsstrategie gelungen, aus der EU-Wahl eine Nationalratswahl zu machen und so die Wählerschaft für sich zu mobilisieren. „Die SPÖ hat dem strategisch und kommunikativ leider nichts Vergleichbares entgegenzusetzen gehabt. Das muss sich schleunigst ändern, damit wir im Wahlkampf für die Nationalratswahl im Herbst inhaltlich und strategisch konkurrenzfähig sind“, so Kaiser und Sucher abschließend.

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