FP-Rosenkranz: Minister Faßmann muss Dissertation von Karas überprüfen lassen

Innen- und Justizminister sollen Untreue-Verdachtsmomente untersuchen

Wien (OTS) - Die „Dissertations-Teamarbeit“ von Othmar Karas stößt FPÖ-Klubobmann Dr. Walter Rosenkranz sauer auf. Wenn man dem heutigen Bericht in der Tageszeitung „Die Presse“ glauben darf, handelt es sich um einen unglaublichen Fall von unerlaubter Vorteilsname auf Kosten der Steuerzahler: „ÖVP-EU-Apparatschik Karas legt seine Dissertation in die Hände seiner von der EU bezahlten Assistenten. Während andere angehende Doktoren stundenlang in Bibliotheken recherchieren, gönnt sich Karas den Luxus, diese mühsame und zeitintensive Arbeit an seine Mitarbeiter zu delegieren – und zahlen dafür darf die Allgemeinheit,“

Rosenkranz fordert daher Bildungsminister Heinz Faßmann auf, umgehend eine Überprüfung, ob die Dissertation Karas überhaupt angerechnet werden kann, oder ob Karas seinen Doktortitel wieder zurücklegen muss. Sollte das der Fall sein, müsse Karas auch als Politiker abdanken.

Es ist überdies auch fraglich, ob die Dissertation mit dem Titel „Die europäische Demokratie - Grenzen und Möglichkeiten des Europäischen Parlaments“ tatsächlich einen Mehrwert für das Europäische Parlament darstellt. Walter Rosenkranz: „So ein Vorgehen kommt möglicherweise bei den Eurokraten gut an, den hohen universitären Standards Österreichs ist die Arbeitsweise Karas´ mit Sicherheit nicht würdig.“

Der Einsatz von Mitarbeitern, die von der öffentlichen Hand bezahlt werden, für den persönlichen Bereich enthält möglicherweise auch ein strafrechtliches Untreue-Delikt. Hier sieht Rosenkranz die ÖVP-Minister für Justiz und Inneres, Josef Moser und Eckart Ratz, gefordert: „Wir werden sehen, ob hier ein großes Engagement an den Tag gelegt wird, wenn es gilt, gegen den eigenen Parteifreund Karas zu ermitteln“, hält FPÖ-Klubobmann Walter Rosenkranz abschließend fest.

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