#ETUC19 - Visentini als EGB-Generalsekretär wiedergewählt, Berger neuer EGB-Präsident

Delegierte beschließen Forderungsprogramm an künftiges EU-Parlament und Kommission

Wien (OTS/ÖGB) - Die Delegierten zum Europäischen Gewerkschaftskongress, darunter die PräsidentInnen und GeneralsekretärInnen der nationalen Gewerkschaftsbünde, haben Laurent Berger zum neuen EGB-Präsidenten gewählt. Er ist Generalsekretär der französischen Gewerkschaft CFDT. Zum Generalsekretär wurde der Italiener Luca Visentini gewählt, zum zweiten Mal nach 2015.++++

"Die Mission für die nächste Amtszeit wird sein, die Angriffe auf Demokratie und Toleranz zu bekämpfen", sagte Luca Visentini, „und weiter als die Juncker-Kommission zu gehen, um soziale Gerechtigkeit, hochwertige Arbeitsplätze und höhere Löhne in der EU durchzusetzen."

Der EGB-Kongress, der in Wien tagte, hat außerdem Esther Lynch und Per Hilmersson zu stellvertretenden GeneralsekretärInnen gewählt. Als politische SekretärInnen wurden Liina Carr, Isabelle Schömann und Ludovic Voet gewählt, als VizepräsidentInnen José María (Pepe) Álvarez, Miranda Ulens, Bente Sorgenfrey und Josef Středula.

Arbeitsprogramm 2019 bis 2024: „Ein gerechteres Europa für ArbeitnehmerInnen“

Die Delegierten verabschiedeten auch ein neues Manifest und das Aktionsprogramm für 2019 bis 2024 unter dem Titel „Ein gerechteres Europa für ArbeitnehmerInnen“. Vom künftigen EU-Parlament und der neuen Kommission werden darin gefordert:

  • Reform der Wirtschaftspolitik, des Haushalts und der Währungsunion der EU: Soziale Gerechtigkeit, arbeitsfreundliche Investitionen, nachhaltiges Wachstum und faire, progressive Steuermodelle.
  • Vollständige Umsetzung der 20 Grundsätze der Europäischen Säule sozialer Rechte, die 2017 von der EU angenommen wurde, einschließlich Gleichstellung der Geschlechter, Chancengleichheit, Recht auf faire Löhne und Recht auf allgemeine und berufliche Bildung und lebenslanges Lernen.
  • EU-Maßnahmen zur Förderung stärkerer Tarifverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften über Löhne und Arbeitsbedingungen in allen EU-Ländern.
  • Sozial gerechter Übergang zu einer kohlenstoffarmen, digitalen, automatisierten und globalen Wirtschaft. Dabei ist sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wird.
  • Abbau prekärer Beschäftigungsverhältnisse, ArbeitnehmerInnenrechte auch in neuen Arbeitsformen, Stopp von Lohn- und Sozialdumping.
  • Stärkung der Anhörungs- und Mitbestimmungsrechte der ArbeitnehmerInnen in den Betrieben, der Vertretung der ArbeitnehmerInnen in Aufsichtsräten und in Europäischen Betriebsräten.

Forderungsprogramm: https://www.etuc.org/en/european-trade-union-confederation-14th-congress-etuc19


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