Statement der Rechtsanwaltskammer Wien zur angeblichen Verwicklung eines Wiener Rechtsanwalts in den "Ibiza-Skandal"

Wien (OTS) - Die Rechtsanwaltskammer Wien prüft im Interesse des Berufsstands der Rechtsanwälte sowie zum Schutz des Rechtsstaats in Österreich die Vorwürfe und ist an einer raschen Aufklärung des Falles interessiert. Es wurde bereits eine Untersuchung eingeleitet, um alle Verdachtsmomente zu klären. Zum laufenden Verfahren gibt die Kammer keine weiteren Stellungnahmen ab.

Für die standesrechtliche Beurteilung des Verhaltens von Rechtsanwälten ist der Disziplinarrat zuständig. Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte unterliegen einer Disziplinargerichtsbarkeit, die unabhängig von den Zivil- und Strafgerichten über die Einhaltung der Standesvorschriften entscheidet. In schweren Fällen kann die Kammer die Berufsbefugnis entziehen.

Die Disziplinargerichtsbarkeit beurteilt weder zivilrechtliche Ansprüche noch Verstöße gegen das Strafgesetzbuch. Für deren Prüfung sind andere Behörden, insbesondere die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft zuständig.

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