Verkehrsfreigabe der Unterführung Stockerau

Auflassung der Eisenbahnkreuzung bringt mehr Sicherheit im Straßenverkehr

St. Pölten (OTS/NLK) - Die niveaugleichen Kreuzungen der Landesstraße B 3 und des angrenzenden Geh- und Radweges mit der Trasse der Nordwestbahn (Wien-Znaim) im Stadtgebiet von Stockerau war immer ein neuralgischer Verkehrsknotenpunkt, an denen es aufgrund geschlossener Schranken häufig zu längeren Wartezeiten für die Straßenverkehrsteilnehmer gekommen ist. In einem gemeinschaftlichen Projekt von ÖBB, Land Niederösterreich und Stadtgemeinde Stockerau wurde diese Eisenbahnkreuzung aufgelassen und durch eine Unterführung ersetzt. Durch diese neue, niveaufreie Bahnquerung mit der Landesstraße B 3 wurde der Verkehrsfluss optimiert und die Sicherheit erhöht. Investiert wurden insgesamt rund zehn Millionen Euro. Die Verkehrsfreigabe erfolgte durch Landesrat Ludwig Schleritzko, Thomas Simandl, Regionalleiter der ÖBB Infrastruktur, Bürgermeisterin Andrea Völkl und Josef Decker, NÖ Straßenbaudirektor.

Die Eisenbahnkreuzung der Nordwestbahn mit der B 3 war einer der meistbefahrenen Bahnübergänge in Niederösterreich. In etwa 14.000 Autos trafen täglich auf ca. 90 Züge, wodurch es immer wieder zu Wartezeiten gekommen ist. Die Ausbildung der Unterführung erfolgte als wasserdichte Wanne. Die lichte Durchfahrtshöhe beträgt 4,7 Meter und neben den zwei Fahrstreifen wurde auch ein erhöhter, von der Fahrbahn getrennter, kombinierter Geh- und Radweg hergestellt. Dabei fielen rund 20.000 Kubikmeter Aushub an und es wurden ca. 6.500 Kubikmeter Beton sowie 700 Tonnen Bewehrungsstahl verarbeitet. Die Vorarbeiten für dieses Projekt haben bereits im Oktober 2017 begonnen, die Hauptarbeiten starteten Ende Jänner 2018.

Im Zuge der Errichtung der Unterführung wurde auch die Straßenbrücke über den Göllersbach erneuert und für mehr Verkehrssicherheit ein Kreisverkehr bei der Kreuzung mit der Pragerstraße (Landestraße L 30) errichtet. Zudem erfolgte eine Nebenflächengestaltung entlang der B 3 vom neuen Kreisverkehr bis zur Kreuzung der B 3 mit der Schaumanngasse. Um die Straßensperre der B 3 optimal auszunutzen, wurde auch die Fahrbahn von der Rudolf-Diesel-Straße bis zur Unterführung erneuert. Zwischen der Göllersbachbrücke und dem Knoten Stockerau Nord wurde die Fahrbahn der B 3 ebenfalls erneuert.

Die gesamten Projektkosten betragen 9,8 Millionen Euro. Davon übernehmen die ÖBB ca. 5,2 Millionen Euro, das Land Niederösterreich etwa 3,4 Millionen Euro und die Stadtgemeinde Stockerau 1,2 Millionen Euro. Die Kosten für die begleitenden Straßenbaumaßnahmen betragen rund 800.000 Euro, wovon etwa 700.000 Euro vom Land und rund 100.000 Euro von der Stadtgemeinde Stockerau getragen werden.

Nähere Informationen beim Amt der NÖ Landesregierung, NÖ Straßendienst, Gerhard Fichtinger, Telefon 02742/9005-60141, E-Mail gerhard.fichtinger@noel.gv.at, bzw. ÖBB, DI Christopher Seif, Mobil 0664/617 00 22, E-Mail christopher.seif@oebb.at.

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