GLOBAL 2000 zu Schülerstreiks: EU braucht eine soziale und ökologische Ausrichtung

Analyse des Climate Action Networks zeigt Abstimmungsverhalten der Abgeordneten zu Klimaschutz

Wien (OTS) - Heute streiken weltweit zehntausende SchülerInnen für mehr Klimaschutz. Die Demonstrationen finden kurz vor der EU-Wahl am kommenden Sonntag statt, die darüber entscheiden wird, wie sich das EU-Parlament zu diesem Thema positionieren wird. GLOBAL 2000 Klima- und Energiesprecher Johannes Wahlmüller: „Wir brauchen eine soziale und ökologische Ausrichtung der EU, damit wir die Klimakrise lösen können. 80 Prozent unserer Umweltgesetze haben ihren Ursprung in der EU. Wir rufen daher alle Menschen, denen der Schutz unserer Lebensgrundlagen ein zentrales Anliegen ist, auf, wählen zu gehen!"

Wer wissen möchte, wie die Abgeordneten bisher zum Thema Klimaschutz abgestimmt haben, kann sich darüber mit einer aktuellen Analyse des Climate Action Networks informieren. Das Klimaschutznetzwerk, bei dem GLOBAL 2000 Mitglied ist, hat auch unter die Lupe genommen, wie die österreichischen Abgeordneten und Parteien zu Klimaschutzthemen abgestimmt haben. Von 100 möglichen Punkten erreichten die Grünen (90,7%), die SPÖ (86 %), die NEOS (36,7%) gefolgt von der FPÖ (27,2%) und der ÖVP (11,8 %). Untersucht wurden Abstimmungen zu Themen wie dem Europäischen Emissionshandelssystem, CO2-Obergrenzen für PKW oder der Erneuerbaren-Energierichtlinie. Die gesamte Analyse hier verfügbar.

Gemeinsam mit der EU-Kommission und dem Europäischen Rat wird das EU-Parlament eine große Verantwortung für die Bevölkerung und Umwelt tragen. Dazu Wahlmüller: „Die Zeit läuft uns davon. Die Klimakrise stellt eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit dar. Klimafolgen sind auch in Österreich schon spürbar und die Klimaforschung zeigt uns, dass wir noch etwa zehn Jahre Zeit für starke Emissionsreduktionen haben, damit das Ziel, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C einzugrenzen, noch erreicht werden kann. Auch die EU muss ihre Klimapläne in den nächsten Jahren entscheidend nachbessern, damit aus der Klimakrise keine Klimakatastrophe wird."

Bericht von CAN Europe: Defenders, Delayers, Dinosaurs: Ranking of EU political groups and national parties on climate change

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Lydia Matzka-Saboi, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, 0699 14 2000 26, lydia.matzka@global2000.at
Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000 Klimasprecher, 0699 14 2000 41, johannes.wahlmueller@global2000.at

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