NÖ Landtag verweigert deutliches Zeichen gegen die Klimakatastrophe

Grüner Antrag für „Klimanotstand“ findet keine Mehrheit

St. Pölten (OTS) - Das britische Parlament hat es getan, die deutschen Städte Konstanz, Kiel, Ludwigsluft und Herford ebenfalls. Sie alle haben den Klimanotstand ausgerufen. Diesen Weg wollen die Grünen Niederösterreich auch in der heutigen Landtagssitzung folgen und stellen einen entsprechenden Antrag.

Landessprecherin Helga Krismer: „Jeder einzelne ist bereits von der Klimakatastrophe betroffen. Lang andauernde Trockenperioden folgen Starkregenereignisse wie in diese Tagen, die regelmäßig die Hochwassergefahr steigen lassen. Ernteausfälle und Zerstörung ganzer Landstriche durch Dürre und Schädlingsbefall häufen sich und verunmöglichen in Bezug auf manche Lebensmitteln bereits jetzt eine durchgehende regionale Versorgung der Bevölkerung. Hitzewellen im Sommer fordern immer mehr Hitzetote und die Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt in Niederösterreich sinkt rapide. Deshalb muss das Land Niederösterreich sofort einen Klimanotstand ausrufen und die Eindämmung des vom Menschen verursachten Klimawandels in der Landespolitik eine hohe Priorität zuschreiben und bei allen Entscheidungen grundsätzlich zu beachten. Zudem muss die Verwaltung künftig regelmäßig über die Auswirkungen und Folgen derCO2-Emissionen sowie Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgas-Emissionen Bericht erstatten“.

Der Antrag wurde von ÖVP, SPÖ, FPÖ und den NEOS abgelehnt. „Es zeigt sich wieder einmal, dass die Grünen die einzige zukunftsorientiere Partei sind, die die Klimakatastrophe ernst nimmt und den Klimanheizern im NÖ Landtag die Stirn bietet“, zeigt sich Helga Krismer von den anderen Parteien enttäuscht.

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