Die Landesgalerie Niederösterreich

Ein neues Museum für das österreichische Kunstschaffen öffnet am 25. und 26. Mai 2019 in Krems

Die Landesgalerie Niederösterreich in Krems steht für ein modernes, internationales Niederösterreich, dem ein wichtiger Anteil am europäischen Kunstgeschehen zukommt. Mit dem neuen Museum wird unser Kulturland über die Grenzen hinaus nachhaltig an Strahlkraft gewinnen. Die Landesgalerie Niederösterreich ist das neue Zuhause für die wertvollen Kunstschätze unseres Landes und präsentiert die Exponate der Landessammlungen Niederösterreich in spannenden Zusammenhängen.
Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich
Mit der Landesgalerie Niederösterreich ist uns etwas Faszinierendes geglückt: Das Museum eröffnet stets neue Perspektiven, je nachdem, von wo aus man es betrachtet. Die Besucherinnen und Besucher werden auch im Inneren des Gebäudes unterschiedliche Raumerlebnisse machen. Jede Kunstinstallation ist hier möglich!
Bernhard Marte, Marte.Marte Architekten
Unsere Ausstellungen erklären die Welt von heute, auch wenn Kunstwerke vergangener Epochen gezeigt werden. Künstlerinnen und Künstler sind in zentralen Fragen unseres Lebens vorangegangen und bieten Antworten, deren Gültigkeit die Erkenntnisse der Wissenschaft häufig überragt. So können wir im Blick auf die Kunst auch unser eigenes Leben erkennen
Christian Bauer, künstlerischer Direktor der Landesgalerie Niederösterreich
Zentral für die inhaltliche Positionierung ist die Verortung der Landesgalerie Niederösterreich. Sie soll kein elitärer Kunsttempel sein, dessen Ausstellungen nur für eine kleine, eingeweihte Gruppe zugänglich sind, sondern ein Museum, das in Inhalt und Präsentation den Standort des Hauses, Krems und Niederösterreich, stets mitdenkt.
Günther Oberhollenzer, Kurator der Landesgalerie Niederösterreich

Krems (OTS) - Am 25. und 26. Mai 2019 eröffnet in Krems die Landesgalerie Niederösterreich mit einem zweitägigen Grand Opening. Der architektonisch markante Neubau setzt am Tor zur Welterbestätte Wachau ein starkes Signal für die bildende Kunst in Österreich. Das neue Museum ist ein Meilenstein in der Entwicklung der Kunstmeile Krems, die vom Minoritenplatz in Stein über den Museumsplatz bis zur Dominikanerkirche in Krems reicht.

In einer Pressekonferenz wurden heute die Landesgalerie Niederösterreich und ihr Programm vorgestellt. Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich, betonte die Bedeutung des neuen Museums: „Die Landesgalerie Niederösterreich in Krems steht für ein modernes, internationales Niederösterreich, dem ein wichtiger Anteil am europäischen Kunstgeschehen zukommt. Mit dem neuen Museum wird unser Kulturland über die Grenzen hinaus nachhaltig an Strahlkraft gewinnen. Die Landesgalerie Niederösterreich ist das neue Zuhause für die wertvollen Kunstschätze unseres Landes und präsentiert die Exponate der Landessammlungen Niederösterreich in spannenden Zusammenhängen.

Architektonisch verbindet das neue Kunstmuseum der Vorarlberger Architekten Bernhard und Stefan Marte auf harmonische Weise Tradition und Moderne. Ins Auge sticht die dynamische Form des Gebäudes, ein sich in die Höhe schraubender Monolith, der sich vom historischen Stadtkern zur Donau streckt. Bernhard Marte hielt fest: „Mit der Landesgalerie Niederösterreich ist uns etwas Faszinierendes geglückt: Das Museum eröffnet stets neue Perspektiven, je nachdem, von wo aus man es betrachtet. Die Besucherinnen und Besucher werden auch im Inneren des Gebäudes unterschiedliche Raumerlebnisse machen. Jede Kunstinstallation ist hier möglich!“ Auf fünf Ebenen stehen 3.000 m2 Ausstellungsfläche zur Verfügung.

Positionierung als dynamischer Ort für österreichische Kunst

Das Ausstellungsprogramm setzt die Bestände der Landessammlungen Niederösterreich mit wichtigen Privatkollektionen – darunter etwa jene von Ernst Ploil und Helmut Zambo – in Beziehung. In den ersten Jahren stehen drei zentrale Themen im Mittelpunkt: die Landschaft, der Mensch und das Sammeln. Als erste Ausstellungen sind zu diesen Schwerpunkten Sehnsuchtsräume. Berührte Natur und besetzte Landschaften, „Ich bin alles zugleich“ – Selbstdarstellung von Schiele bis heute und Franz Hauer. Selfmademan und Kunstsammler der Gegenwart zu sehen. Diese drei Präsentationen behandeln zudem die Frage der Aktualität des Schaffens von Egon Schiele – als zentraler niederösterreichischer Weltkünstler. Inhaltlich an diese Themenausstellungen knüpfen Einzelpräsentationen von Renate Bertlmann und Heinz Cibulka an.

Unsere Ausstellungen erklären die Welt von heute, auch wenn Kunstwerke vergangener Epochen gezeigt werden. Künstlerinnen und Künstler sind in zentralen Fragen unseres Lebens vorangegangen und bieten Antworten, deren Gültigkeit die Erkenntnisse der Wissenschaft häufig überragt. So können wir im Blick auf die Kunst auch unser eigenes Leben erkennen“, unterstrich Christian Bauer, künstlerischer Direktor der Landesgalerie Niederösterreich.

Gezeigt werden viele Werke, die in der unmittelbaren Umgebung des Museums entstehen bzw. entstanden sind. Günther Oberhollenzer, Kurator der Landesgalerie Niederösterreich, führte dazu aus: „Zentral für die inhaltliche Positionierung ist die Verortung der Landesgalerie Niederösterreich. Sie soll kein elitärer Kunsttempel sein, dessen Ausstellungen nur für eine kleine, eingeweihte Gruppe zugänglich sind, sondern ein Museum, das in Inhalt und Präsentation den Standort des Hauses, Krems und Niederösterreich, stets mitdenkt.

Fünf Ausstellungen

Die Schau Sehnsuchtsräume. Berührte Natur und besetzte Landschaften untersucht, wie der Mensch Natur wahrnimmt, konditioniert und zu seinem Sehnsuchtsort werden lässt. Ausgehend von der niederösterreichischen Kulturlandschaft entsteht ein vielfältiger Ausstellungsparcours von der Wachau bis nach Triest und setzt Kunstwerke des Stimmungsimpressionismus und der klassischen Moderne mit Werken der Gegenwart in Beziehung.

Im Dialog damit steht die Personale Heinz Cibulka. bin ich schon ein bild? Cibulka setzt sich in seinen Bildgedichten häufig mit der Kulturlandschaft Niederösterreichs auseinander. Der seit rund fünf Jahrzehnten in Niederösterreich lebende Künstler sucht in seinen Bildern nach dem poetischen Potenzial des „Normalen“ und „Zufälligen“.

In der Ausstellung „Ich bin alles zugleich“ – Selbstdarstellung von Schiele bis heute treffen künstlerische Selbstdarstellungen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart aufeinander. Egon Schieles Erkenntnis, den Gesichtern der Menschen zu misstrauen, steht am Beginn der Ausstellung. Zu sehen sind u. a. Arbeiten von Irene Andessner, Anton Hanak, Gottfried Helnwein und Maria Lassnig.

Thematisch in Beziehung zu dieser Ausstellung steht die Personale der Biennale-Künstlerin und österreichischen Staatspreisträgerin Renate Bertlmann. Es handelt sich dabei um Bertlmanns erste Museumseinzelausstellung. Unter dem Titel Hier ruht meine Zärtlichkeit vereint die Künstlerin neue Arbeiten sowie zentrale Werke ihres Schaffens seit den 1970er-Jahren.

Die Ausstellung Franz Hauer. Selfmademan und Kunstsammler der Gegenwart rekonstruiert die außergewöhnliche Kunstsammlung des Niederösterreichers Franz Hauer, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts zahlreiche Hauptwerke von Egon Schiele, Oskar Kokoschka oder Albin Egger-Lienz sein Eigen nennen durfte. Die Ausstellung ist auf der größten Präsentationsfläche im Untergeschoss der Landesgalerie Niederösterreich zu sehen, die den Neubau mit der Kunsthalle Krems über das Untergeschoss verbindet.

Grand Opening

Die Landesgalerie Niederösterreich steht mit diesen fünf Ausstellungen und einem vielfältigen Rahmenprogramm für Besucherinnen und Besucher erstmals von Samstag, 25. Mai, von 14.00 bis 22.00 Uhr, sowie am Sonntag, 26. Mai, von 09.00 bis 19.00 Uhr, bei freiem Eintritt offen. Der Festakt zum Grand Opening, der im Klangraum Krems Minoritenkirche stattfindet, wird von 11.20 bis 13.00 Uhr live auf ORF 2 übertragen. Die Festrede hält Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Nicole Fritz, Direktorin der Kunsthalle Tübingen, beschäftigt sich mit der Frage „Wozu brauchen wir Kunst? Museen für das 21. Jahrhundert“. Weitere Sprecher sind Direktor Christian Bauer, Erwin Pröll, Landeshauptmann von Niederösterreich a. D., und Architekt Bernhard Marte.

Bilder von der Pressekonferenz zum Grand Opening stehen ab 15.00 Uhr in der APA-Bildergalerie zur Verfügung.

Weitere Pressebilder zum finden Sie hier.
Die Pressemappe zum Grand Opening finden Sie hier.

Landesgalerie Niederösterreich
Museumsplatz 1
3500 Krems an der Donau
lgnoe.at
Di–So 10.00–18.00 Uhr
montags wenn Feiertag

Rückfragen & Kontakt:

Maria Schneeweiß
Presse und Kommunikation
+43 664 604 99 171
maria.schneeweiss@kunstmeile.at

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