Industrie: Regierungslinie stellt Stabilität in den Vordergrund

IV-Präsident Kapsch: Internationales Ansehen wahren, volle Handlungsfähigkeit vor EU-Gipfel sicherstellen – Sachlichkeit muss Vorrang haben

Wien (OTS) - „Aus Sicht der Industrie stellt die Besetzung der vakanten Ministerposten durch renommierte Expertinnen und Experten einen richtigen und wichtigen Schritt in Richtung Wahrung der Stabilität und Kontinuität in der aktuellen herausfordernden innenpolitischen Situation dar. Die gegenwärtige Übergangsregierung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz an der Spitze soll und muss nun nach besten Kräften die schwierigen Monate bis zur Wahl im Sinne der Menschen und auch des Wirtschaftsstandortes positiv gestalten. Dabei hat sie – wie auch alle anderen konstruktiven Kräfte in unserem Land – die Unterstützung der exportorientierten österreichischen Industrie“, hielt Mag. Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung, heute, Mittwoch, angesichts der aktuellen Ergebnisse fest. Wie schon Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seiner gestrigen Rede völlig richtig ausgeführt habe, könne Österreich sich einen weiteren Verlust seines internationalen Ansehens nicht leisten. „Das kann relativ rasch auf Investitionen und Unternehmen durchschlagen. Die Leidtragenden wären die heimischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das muss unter allen Umständen verhindert werden“, so Kapsch.

Der IV-Präsident hob zudem die europäische Ebene hervor: „Wir stehen nicht nur vor einer Europawahl. Beim EU-Gipfel am Dienstag sind entscheidende – auch personelle – Weichenstellungen für die Zukunft der Europäischen Union zu erwarten. Das betrifft natürlich auch Österreich – und zwar jeden von uns. Daher muss unser Land dort in bewährter Weise, in voller Stärke und mit entsprechender Erfahrung kompetent vertreten werden. Experimente können wir uns dabei nicht erlauben. Kleinmütiger parteipolitisch getriebener innenpolitischer Streit muss nun im Interesse der Republik hintenangestellt werden. Ein Misstrauensantrag gegen die Regierung wäre genauso eine kleinmütige parteipolitische Vorgehensweise, die aus staatspolitischen Überlegungen abzulehnen ist. Alles andere wäre verantwortungslos gegenüber den Menschen in unserem Land“, stellte der IV-Präsident klar, der abschließend an alle politischen Parteien appellierte, in den kommenden Monaten die Sachlichkeit in den Vordergrund des Handelns zu stellen und vorhandene Gräben nicht noch weiter zu vertiefen: „Wahlkampf hin oder her – das Land, seine Menschen und Unternehmen brauchen stabile Verhältnisse und eine konstruktive, gemeinsame Gestaltung der Zukunft in Österreich wie auch in Europa. Denn das haben sie sich verdient.“

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