AK Wien Vollversammlung 2: Anderl – AK ist Schutzschirm in der Krise

Krise ist eine Chance für eine Kurskorrektur, es braucht eine Politik für die ArbeitnehmerInnen

Wien (OTS) - Nach ihrer Wiederwahl zur Präsidentin der AK Wien plädierte Renate Anderl in ihrer Ansprache für eine „Regierung, die die Menschen in den Mittelpunkt rückt, eine Regierung, die den Dialog sucht und eine Politik mit Ehrlichkeit und Anstand“. „Es ist Zeit für eine Kurskorrektur. Wir brauchen eine Politik, die die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Mittelpunkt rückt. Ziehen wir gemeinsam an einem Strang sagen wir gemeinsam Ja zu einer starken AK“, appelliert Anderl an die Vollversammlung der AK Wien. Gleichzeitig bedankt sich Präsidentin Anderl bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen für sein umsichtiges und verantwortungsvolles Agieren in den vergangenen Tagen. Weiters sprach sich Anderl für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk, für Medienvielfalt und für starke demokratische Strukturen aus.

„Ich wünsche mir, dass Österreich aus dieser Krise gestärkt hervorgeht. Wir als Arbeiterkammer sind nach wie vor dazu bereit, uns einzubringen. Wir sind dazu bereit, einen Dialog auf Augenhöhe mit den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft zu führen“, so die AK Wien Präsidentin an die Regierung. Obwohl in den vergangenen Monaten kein Dialog stattgefunden habe, hat die AK ihre Hausaufgaben gemacht. Das Zukunftsprogramm wurde auf Schiene gebracht: Der Digitalisierungsfonds hat seine Arbeit aufgenommen, Pflegegeld- und Wohnrechtsberatung werden mit Anfragen überhäuft, groß ist auch die Nachfrage nach AK Leistungen, mit denen wir die Aus- und Weiterbildung unserer Mitglieder unterstützen – und das alles neben den Kernaufgaben, der Beratung und Unterstützung bei arbeitsrechtlichen Fragen, in der Sozialpolitik, im Steuerrecht und im Konsumentenschutz.

In ihrer Amtsperiode will sich Präsidentin Anderl verstärkt folgenden Themen widmen:

+ Arbeitszeit: Was wir brauchen ist eine Arbeitszeitverkürzung und keine Arbeitszeitverlängerung, also die leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche und das Recht auf die 4-Tage-Woche.

+ Einkommen: Die AK fordert die gesetzliche Anrechnung von Zeiten der Elternkarenz auf die Gehaltsvorrückung und alle sonstigen Ansprüche sowie einen Rechtsanspruch auf den Papamonat.

+ Wohnen: Der Mietwucher bei den privaten Wohnungen muss gestoppt werden. Es braucht eine Mietzinsobergrenze, Mietverträge sollen nur mehr in Ausnahmefällen befristet werden und die Maklerprovision muss vom Vermieter bezahlt werden.

+ Verteilungsgerechtigkeit: MillionärInnen und Konzerne müssen endlich einen fairen Beitrag in unser Steuersystem leisten.

„Gehen wir diese Aufgaben gemeinsam und entschlossen an. Bilden wir gemeinsam einen Anker des Vertrauens, einen Schutzschirm, auf den die Menschen bauen können. In dieser Zeit der Krise ist das von großer Wichtigkeit“, schließt Anderl.

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