Vom Klimasünder zum Vorzeigegebäude

Das frisch sanierte Bildungszentrum Ludmannsdorf/ Bilčovs wurde mit Hilfe des Programms „Mustersanierung“ des Klima- und Energiefonds zum klimafreundlichen Plus-Energie-Haus.

Wien (OTS) - Mit dem Bildungszentrum Ludmannsdorf/ Bilčovs ist ein Projekt aus dem Programm „Mustersanierung“ des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) nun fertiggestellt worden. Durch die Komplett-Renovierung konnten nicht nur die CO2-Emissionen erheblich gesenkt werden, sondern das 1980 errichtete Haus produziert jetzt außerdem mehr Energie als es verbraucht – und wurde daher als 600. Gebäude mit dem klimaaktiv Gold Standard des BMNT ausgezeichnet.

Aufgrund des hohen Baualters und des Platzmangels in der Volksschule, welche als kommunales Zentrum auch für Veranstaltungen, Sportkurse etc. genutzt wird, entschied sich die Gemeinde Ludmannsdorf/Bilčovs in Kärnten zu einer umfangreichen, ganzheitlichen und zukunftsorientierten Sanierung.

Nach nur einem knappen halben Jahr Umbauzeit und mithilfe von 450.000 Euro an Fördermitteln des Klima- und Energiefonds wurde aus dem ehemaligen Klimasünder ein Vorzeigeobjekt in Sachen Energieeffizienz.

Die „Mustersanierung“ umfasste eine thermische Sanierung, den Einbau eines Lüftungssystems mit Wärmerückgewinnung, eine außenliegende Verschattung, die Optimierung des Beleuchtungssystems sowie die Installation eines Energieverbrauchsmonitorings. Die neue Photovoltaikanlage deckt nicht nur den gesamten Strombedarf des sanierten Gebäudes, sondern produziert zusätzlich einen Überschuss von etwa 15.000 kWh/a, der ins Stromnetz eingespeist wird. Mit diesen Maßnahmen gelang es dem Bildungszentrum Ludmannsdorf, als 600. Gebäude den klimaaktiv Gold Standard zu erreichen – damit zählt das Haus auch offiziell zu den besten in Österreich in punkto Energieeffizienz, Klimaschutz und Ressourceneffizienz.

Bildungsreferent Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser: Es freut mich, dass wir heute nicht nur ein neues Bildungszentrum, welches zugleich auch als Kommunikationszentrum genutzt werden wird, in Ludmannsdorf/Bilčovs eröffnen dürfen, sondern auch, dass das Gebäude nach den neuesten baulichen Nachhaltigkeitsrichtlinien errichtet wurde. Damit trägt die Gemeinde einen wichtigen Teil zum Klimaschutz bei. Es ist mir wichtig, dass öffentliche Einrichtungen mit gutem Beispiel voran gehen, in Ludmannsdorf/Bilčovs ist dies gelungen, damit nimmt die Gemeinde eine wichtige Vorreiterrolle ein.

Bürgermeister Manfred Maierhofer: Was vor Jahrzehnten als Volksschule großzügig erbaut wurde, wurde nun effizient und mit allen Notwendigkeiten für ein barrierefreies Bildungszentrum für Volksschule, schulische Nachmittagsbetreuung, Kindergarten und Kulturzentrum generalsaniert. Eine Sanierung nach dem neuesten Standard konnte nur durch die Fördermittel des Klima- und Energiefonds mittels Mustersanierung realisiert werden und so zum Vorzeigeprojekt im Bundesland Kärnten werden. Ein erfolgreiches Projekt für die „Klimafreundliche e5 Gemeinde“ Ludmannsdorf/Bilčovs.

Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth: „Der Gebäudesektor ist für rund ein Drittel des Energieverbrauchs in Österreich verantwortlich – hier gibt es ein erhebliches Potenzial in Bezug auf die Einsparung von klimaschädlichen CO2-Emissionen. Wir müssen also schon jetzt die höchsten Standards anstreben und in Ludmannsdorf ist das gelungen. Es ist ein Vorbild für weitere Sanierungen in ganz Österreich und die Ludmannsdorfer können wirklich stolz sein.“

Architekt Gerhard Kopeinig: „Eine Mustersanierung ist ein Gesamtkonzept, das den neuesten Stand der Technik heranzieht, um die größtmögliche Energieeinsparung für die Umwelt und den bestmöglichen Komfort für den Benutzer zu gewährleisten. Wir machen zukunftsfitte Gebäude für kommende Generationen.“

Förderprogramm „Mustersanierung“

Das Programm „Mustersanierung“ des Klima- und Energiefonds bereitet das Feld auf für eine möglichst rasche Verbreitung hoher Sanierungsstandards mit Hilfe von Vorzeigeprojekten aus der Praxis. Langfristiges Ziel des Förderprogrammes ist es, die CO2-Emissionen im Gebäudesektor zu minimieren. Im Rahmen des Programmes werden umfassende Sanierungsprojekte von betrieblich genutzten und öffentlichen Gebäuden gefördert.

Die Sanierungen zeigen, wie durch einen klugen Mix aus innovativer Wärmedämmung, aus Energieeffizienzmaßnahmen und der Integration erneuerbarer Energien das Haus sogar zu einem Kraftwerk werden kann, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht.

Interessierten bzw. potenziellen FörderwerberInnen bietet der Klima- und Energiefonds kostenlose inhaltliche Beratung bei der Einreichung.

Details zum Förderprogramm unter: www.mustersanierung.at

Die Liste der Klima- und Energiemodellregionen, für die ein Drittel des Förder­volumens reserviert ist, finden Sie unter: www.klimaundenergiemodellregionen.at

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Klima- und Energiefonds
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