GLOBAL 2000: Für ein soziales und ökologisches Europa!

Kommende EU-Wahl für Klimaschutz entscheidend.

Wien (OTS) - Heute gehen tausende Menschen in Wien und anderen Städten auf die Straße, um für eine soziale und ökologische Ausrichtung der Europäischen Union zu demonstrieren. GLOBAL 2000 Klima- und Energiesprecher, Johannes Wahlmüller, unterstreicht die Wichtigkeit dieser Wahl: „Etwa 80 Prozent unserer Umweltgesetze haben ihren Ursprung in der EU. Für die Bekämpfung der Klimakrise spielt somit die EU-Wahl eine entscheidende Rolle. Alle Menschen, denen der Schutz unserer Lebensgrundlagen ein zentrales Anliegen ist, sollten sich deshalb informieren und zur Wahl gehen!“

Die Klimakrise stellt eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit dar. Klimafolgen sind auch in Österreich spürbar und die Klimaforschung zeigt uns, dass wir noch etwa zehn Jahre Zeit für starke Emissionsreduktionen haben, damit das Ziel, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 °C einzugrenzen, noch erreicht werden kann. Dafür sind politischen Maßnahmen entscheidend, die in den nächsten Jahren getroffen werden müssen. Gemeinsam mit der EU-Kommission und dem Europäischen Rat wird das EU-Parlament eine große Verantwortung für die Bevölkerung und Umwelt tragen

Für GLOBAL 2000 sind dabei folgende fünf Punkte zentral:
• Bis 2040 soll die EU klimaneutral werden. Wir müssen klimaschädliche Emissionen so früh wie möglich beenden und sicherstellen, dass die verbleibenden Emissionen durch CO2-Senken wie Wälder absorbiert werden können.
• Die EU-Klimapläne bis 2030 müssen dringend angepasst werden. Es braucht eine CO2-Reduktion um mindestens 60 Prozent bis 2030. Die derzeitigen Ziele sind zu schwach und nicht vereinbar mit den Pariser Klimaschutzzielen.
• EU-weit müssen alle umweltschädlichen Subventionen und Begünstigungen für fossile Energien sowie Atomenergie abgebaut werden. Gleichzeitig sollen Forschung, Entwicklung und Ausbau von erneuerbaren Energien sowie Energieeffizienz forciert werden.
• Es braucht einen Mobilitätsgesamtplan für Europa, der emissionsfreie Mobilität fördert. Flüge sollen Schritt für Schritt durch umweltfreundliche Verkehrsmittel ersetzt und der Güterverkehr auf die Bahn verlagert werden.
• Es braucht einen sozial gerechten Übergang zu einer fossilfreien Wirtschaftsweise. Klimafolgen treffen sozial benachteiligte Gruppen als erstes, gleichzeitig wird es durch den Ausstieg aus fossiler Energie Gewinner und Verlierer geben. Es muss sichergestellt werden, dass für Beschäftigte und Regionen, die von fossiler Energieproduktion wirtschaftlich abhängig sind, geeignete Unterstützungsprogramme entwickelt werden.

„Die Zeit läuft uns davon. Aus dem Klimawandel ist eine Klimakrise geworden, jetzt müssen wir verhindern, dass eine Klimakatastrophe entsteht. In ganz Europa gehen tausende Menschen auf die Straße und fordern die Politik auf, Verantwortung zu übernehmen. Das fordern wir heute auch und rufen zudem dazu auf, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen“, betont Wahlmüller abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Lydia Matzka-Saboi, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, 0699 14 2000 26, lydia.matzka@global2000.at
Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000 Klimasprecher, 0699 14 2000 41, johannes.wahlmueller@global2000.at

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