Unterrainer: Pestizidreduktion in Österreich und auf EU-Ebene gefordert

GAP-Fördermittel an Verbot von Glyphosat und Chlorpyrifos koppeln

Wien (OTS/SK) - „Für die nächste Förderperiode der gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP 2020+) muss das Ziel lauten, dass die Landwirtschaft Glyphosat- und Chlorpyriphos-frei arbeitet“, fordert der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Max Unterrainer. Einen Antrag dazu hat er in der Nationalratssitzung am Donnerstag eingebracht; darin wird das Verbot der Pestizide Glyphosat und Chlorpyrifos, zwei nachweislich schwer gesundheitsschädigende Substanzen, die bis heute in der Landwirtschaft eingesetzt werden dürfen, verlangt. ****

„Trotz des Wissens um die Gefährlichkeit erlaubt Bundesministerin Köstinger auch weiterhin die Anwendung dieser Substanzen. Sämtliche Anträge zum Sofortverbot von Glyphosat sind bis heute von den Regierungsparteien abgeschmettert worden“, betont Unterrainer. Völliges Unverständnis zeigt Unterrainer dafür, dass der Abschluss der von Köstinger in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie für ein Verbot allein durch offene Fragen von ÖVP-geführten Bundesländern ständig verzögert wird.

„In Voraussicht auf die GAP-Verhandlungen sollte das Verbot aber schnellstmöglich umgesetzt werden, um auch auf EU-Ebene entsprechend auftreten zu können“, ist Unterrainer überzeugt. Er tritt dafür ein, GAP-Fördermittel an Verbot von Glyphosat und Chlorpyrifos zu koppeln.

Letztendlich wird für Unterrainer die nächste Periode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU 2020+ zeigen, ob es in Europa gelingt, einen Schulterschluss für mehr Verteilungsgerechtigkeit der Fördermittel, mehr Transparenz, Umweltschutz, Klimaschutz, Tierwohl und eine deutliche Pestizide-Reduktion in der landwirtschaftlichen Praxis mit Verzicht auf unter anderem Glyphosat zu erreichen, das Artensterben zu stoppen und eine Aufschwung der ländlichen Regionen zu schaffen. (Schluss) up/wf/mp

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