Wölfe – Hammerschmid: Bauern unterstützen, Artenschutz nicht über Bord werfen

Wien (OTS/SK) - Petitionen zum „wolfsfreien“ Tirol und Salzburg standen heute auf der Tagesordnung des Nationalrats „Eine schwierige, weil sehr emotional geführte“ Diskussion, konstatierte SPÖ-Abgeordnete Sonja Hammerschmid und sieht die Abwägung zwischen Artenschutz und den Interessen von Bauern und Touristikern. Die Sorgen der betroffenen Bauern seien nachvollziehbar, diese sollten auch durch Abschlagszahlungen unterstützt werden. ****

Allerdings müsse man „die Kirche im Dorf lassen“, am Artenschutz sollte nicht gerüttelt werden, sagte Hammerschmid. Zu den Zahlen:
2018 sei der gesichert nachgewiesene Wolfs-Bestand bei 13 Wölften gelegen – werden nicht sicher bestätigte Wölfe und Welpen zugerechnet, liegen wir bei maximal 35, überwiegend Männchen. Hauptverbreitungsgebiet sei Niederösterreich, Nutztierrisse gab es im Jahr 2018 130 inklusive aller Kulanzfälle. Insgesamt schwanke die Aufenthaltsdauer der Wölfe in Österreich stark – zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren.

Österreich sollte aus Best-Practice-Modellen in anderen Ländern, die eine wesentlich höhere Bestandsdichte haben, lernen, plädierte Hammerschmid. Unverständlich ist für sie, warum die Landwirtschaftsministerin die schon 1997 geschaffene, etablierte Koordinierungsstelle für den Braunbären, Luchs und Wolf „nun links liegen lassen und ein neues Österreich-Zentrum schaffen will“. Vielleicht, weil dort wieder ein neuer Posten zu besetzen ist – soviel zum Sparen im System.“ (Schluss) up/ah/mp

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