Pommes-Debatte: Gastronomie setzt auf Eigenverantwortung statt EU-Gängelung

Kärntens Wirte unterstützen die Entbürokratisierung der Europäischen Union: "Wir sind Unternehmer, die sich nicht alles von der EU vorschreiben lassen wollen", stellte Sternad klar.

Klagenfurt (OTS) - In der wieder aufgeflammten Debatte um EU-Vorschriften zum Bräunungsgrad von Pommes frites meldete sich Kärntens Gastronomie zu Wort. Fachgruppenobmann Stefan Sternad („Pavillon“, Velden) unterstützt die kritische Linie hinsichtlich einer übergroßen Regelungsdichte: „Die aktuelle Aufregung kann ich nicht nachvollziehen: Keinem Wirt muss man sagen, wie er Pommes zubereiten soll, und keinen Gast muss man davor schützen, etwas zu essen, was er nicht will. Auf diesem Niveau sollte sich die EU nicht bewegen.“

Nachdem die musterschülerhafte Umsetzung der Allergenverordnung in Österreich schon für großen Unmut in der Branche gesorgt habe (Sternad: „Eines der besten Beispiele für Gold Plating überhaupt!“), sei es hoch an der Zeit, der Brüsseler Bevormundungsattitüde entgegenzutreten. Sternad: „Wir sind in erster Linie Kärntner, aber schon aufgrund unserer Geschichte am Schnittpunkt dreier Kulturen überzeugte Weltbürger und begeisterte Europäer. Darüber hinaus sind wir allerdings auch Erwachsene und tatkräftige Unternehmer, die sich ungern von übermotivierten Bürokraten vorschreiben lassen, wie sie ihre Betriebe zu führen haben. Da sind wir eindeutig für Eigenverantwortung und gegen Gängelung.“

Denn der nächste Konflikt mit unnötigen EU-Vorschriften ist schon absehbar: Hinweise verdichten sich, dass die Ernährungsexperten der EU sich nicht mit den Allergenen zufriedengeben, sondern auch noch den Nährwert des jeweiligen Gerichts in der Speisen-karte angegeben sehen wollen. Sternad: „Das Verständnis der Gastronomen hat Grenzen. Deshalb begrüße ich die aktuelle Diskussion zur Deregulierung sehr.“

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