Rossmann zu EuGH-Urteil und Mittelstandsbericht: Was für Leistung gilt, gilt für Arbeit – sie muss sich lohnen!

JETZT fordert 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich

Wien (OTS) - Bruno Rossmann, Klubobmann und Wirtschaftssprecher von JETZT, sieht das EuGH-Urteil zur umfassenden und systematischen Erfassung der Arbeitszeit als wichtiges Signal: „Die Lage ist brisant: 2017 wurden in Österreich 250 Millionen Mehr- und Überstunden geleistet, etwa jede Fünfte unbezahlt. Wir tun gut daran, hier für mehr Transparenz und Fairness zu sorgen.“

Rossmann verweist auf den heute im Nationalrat debattierten Mittelstandsbericht 2018, der vor der zunehmenden Entgrenzung der Arbeit warnt: „Die Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit werden im Zuge der digitalen Transformation weiter verschwimmen. Grenzen, die nur allzu gerne ausgereizt werden. Sie auszudehnen, wie etwa mit dem 12-Stunden-Tag oder der 60-Stunden-Woche, wird das Problem nicht lösen.“

Im Zuge der heutigen Debatte zum Mittelstandsbericht bringt Rossmann daher erneut den Antrag auf Arbeitszeitverkürzung ein: „Es kann nicht sein, dass wir die Zahl der Überlasteten weiter steigen lassen, während über 340.000 Arbeitslose trotz guter Konjunktur auf ihre Chance warten. Die Frage ist auch nicht, ob wir uns eine 35-Stunden-Woche leisten können, sondern ob wir es uns leisten können, sie nicht endlich einzuführen. Die volkswirtschaftlichen Argumente liegen am Tisch: vom sinkenden Unfall- und Gesundheitsrisiko bis zur steigenden Produktivität. Die Wertschöpfung pro Kopf hat sich seit der letzten Arbeitszeitverkürzung verdoppelt, und was für Leistung gilt, gilt für Arbeit – sie muss sich lohnen.“

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