ÖKOBÜRO: Nachhaltigkeitsziele SDGs für Umweltschutz und Arbeit nutzen

Arbeiterkammer Wien und ÖKOBÜRO luden zur Diskussion der Zukunft von Umwelt und Arbeit

Wien (OTS) - Bei der gemeinsamen Veranstaltung von ÖKOBÜRO und Arbeiterkammer Wien „Zur Zukunft von Umwelt und Arbeit“ fordert ÖKOBÜRO-Geschäftsführer Thomas Alge in seiner Eröffnung die rasche Umsetzung der in der Agenda 2030 der Vereinten Nationen genannten Nachhaltigkeitsziele (SDGs): „Umweltschutz und Arbeit sollen sich ergänzen und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die SDGs sind ein Kompass, der in der politischen Entscheidungsfindung zu Win-Win-Situationen für Umwelt, Arbeit und Gesellschaft führen soll.“

Um ein Wohlstandsmodell zu verwirklichen, das nicht primär auf Ausbeutung von Ressourcen beruht, gelte es Konsumgewohnheiten zu durchbrechen, erläuterte Alex Demirovic, Politikwissenschaftler an der Goethe-Universität Frankfurt. Man sei es gewohnt, sich primär mit dem Auto fortzubewegen – oder für Mittelstrecken bereits mit dem Flugzeug. Für steigenden Bedarf plane man daher in der Regel einfach mehr des Bestehenden: Mehr Autobahnen, mehr Flughäfen und so weiter. Dabei komme die Diskussion zu kurz, wie Alternativen aussehen können, um einen demokratisch-sozialen-ökologischen Entwicklungspfad einzuschlagen und somit Umwelt- wie auch soziale Gerechtigkeit sicherzustellen.

Wirtschaftsforscherin Daniela Kletzan-Slamanig vom WIFO bezeichnete die SDGs als nichts weniger als den Versuch einer globalen Transformation, um „Armut zu beenden, den Planeten zu schützen und Wohlstand für alle zu sichern.“ Sie stellte ein Indikatoren-Set für die Klima- und Energiepolitik vor, das sowohl die Sektoren des Energiesystems berücksichtigt – Haushalte, Verkehr, Industrie, Dienstleistungen und Energieversorgung – als auch alle drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Eine Untersuchung neun europäischer Länder – darunter Österreich – zeige, dass positive Entwicklungen im Moment vor allem von der ökologischen Dimension getrieben werden, etwa durch den Ausbau der erneuerbaren Energien. Bei der ökonomischen Dimension – z.B. der Energieeffizienz – und der Leistbarkeit gebe es hingegen nur wenige Fortschritte. Daher brauche es glaubhaftes politisches Commitment für den Klimaschutz, stabile Rahmenbedingungen und vor allem Transparenz über Zielkonflikte und soziale Kosten.

Thomas Alge: „Mit den SDGs halten wir den Kompass in eine nachhaltige Zukunft in den Händen. Um den Weg in diese Richtung auch zu beschreiten, brauchen wir rasch einen von der Regierungsspitze getragenen Umsetzungsprozess unter der Einbeziehung von Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft.“

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