Wiener: Karas bricht Glyphosat-Versprechen des Kanzlers

Grüne fordern sofortiges Verbot des giftigen Pestizids

Wien (OTS) -

„Ich kämpfe für Lebensmittel ohne Gift - und da ist die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger auf meiner Seite, Othmar Karas aber leider nicht," sagt Sarah Wiener, Kandidatin der Grünen auf Platz zwei der Liste für die EU-Wahlen.

"1,3 Millionen Menschen haben sich in einer Europäischen Bürgerinitiative für ein Verbot des Monsanto-Pestizids Glyphosat ausgesprochen. In den USA laufen zahlreiche Klagen, mit denen todkranke Menschen Monsanto zur Verantwortung ziehen wollen. Laufend erschrecken uns drastische Berichte über das globale Artensterben. Deswegen bin ich entsetzt, dass der Spitzenkandidat der ÖVP, Othmar Karas, die Sorgen der Menschen und den beunruhigenden Zustand unserer Umwelt ignoriert und Glyphosat nicht endlich verbieten lassen will."

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat den SpitzenkandidatInnen für die EU-Wahl auf den Zahn gefühlt und sie zu einem möglichen Glyphosatverbot sowie EU-weiten Pestizidreduktionsplänen befragt.

„Dass wir Grüne für ein möglichst rasches Verbot von Glyphosat und für ehrgeizige Ausstiegspläne stehen, das wird niemanden überraschen. Erstaunlich ist jedoch, dass sich die ÖVP, die jetzt im Wahlkampf ja den Umwelt- und Klimaschutz für sich entdeckt haben will, offen dafür ausspricht, das gefährliche Pflanzengift weiterzuverwenden. Und das, obwohl Bundeskanzler Kurz schon im Jahr 2017 verkündet hat, für ein Glyphosat-Verbot einzutreten“, wundert sich Wiener.

Die Grünen weisen zudem darauf hin, dass Ministerin Köstinger seit mehr als einem Jahr eine Machbarkeitsstudie zum nationalen Glyphosatverbot verspricht. „So wie es aussieht, ist die Machbarkeitsstudie eher eine Unmachbarkeitsstudie. Dabei drängt die Zeit – wir können den Schutz unserer Umwelt und der Gesundheit der Menschen nicht bis zum St. Nimmerleinstag verschieben. Ich appelliere deshalb an Othmar Karas und Elisabeth Köstinger – arbeiten wir gemeinsam daran, Landwirtschaft und Lebensmittel ohne Gift zu ermöglichen!" so Wiener.

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