Konflikte an Schulen – Hammerschmid fordert 100 zusätzliche SchulpsychologInnen

Bildungsministerium soll Peer-Mediation durch Vertrauensschüler flächendeckend unterstützen

Wien (OTS/SK) - Grundsätzlich positiv wertet SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid die heutigen Ankündigungen von Bildungsminister Faßmann für umfassendere Maßnahmen zum Thema Mobbing und Gewalt an Schulen. „Allerdings wird das nicht ohne zusätzliches Unterstützungspersonal für die Schulen, für die Lehrerinnen und Lehrer gehen. Leider hat die schwarz-blaue Regierung hier massiv gekürzt.“ Hammerschmid fordert deshalb 100 SchulpsychologInnen zusätzlich zu den derzeit rund 200, die an Österreichs Schulen tätig sind. ****

Sehr kritisch sieht Hammerschmid die Time-Out-Gruppen. „Das ist nicht der Weisheit letzter Schluss, wie in den letzten Tagen unter anderem auch Bildungsforscherin Christiane Spiel verdeutlicht hat.“ Die-SPÖ Bildungssprecherin appelliert an den Bundesminister, dringend Expertinnen und Experten bei der Erarbeitung der weiteren pädagogischen Konzepte einzubinden. „Es gilt das Klassengefüge und Schulklima zu stärken und nicht einen Rückschritt zu veralteten Konzepten wie dem ‚Winkerlstehen‘ zu machen.“

Ein besonderes Anliegen ist Hammerschmid auch der weitere Ausbau von Peer-Mediations-Programmen. „Als Bildungsministerin war es immer beeindruckend, wenn die SchülerInnen, die an solchen Programmen teilnehmen, von den Erfolgen und dem verbesserten Schulklima berichten konnten. Hier gibt es sehr gute Programme, in denen Jugendliche zu VertrauensschülerInnen ihrer Schule ausgebildet werden. SchülerInnen erkennen oftmals früher als die LehrerInnen, wenn Konflikte in ihrer Klasse, in der Schule entstehen. So können solche Konfliktsituationen zwischen SchülerInnen oder zwischen SchülerInnen und LehrerInnen erkannt und angegangen werden, bevor sie eskalieren.“

Hammerschmid fordert, dass der Bund solche Programme finanziell stärker unterstützt. „Ziel muss sein, dass es an jeder Schule mittel-und langfristig SchülerInnen als ausgebildete Peer-Mediatoren gibt.“ (Schluss) mr/ah/mp

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