Grüne Wien/Meinhard-Schiebel: „Recht auf Pflege ist ein Menschenrecht“

Wien (OTS) - „Jeder Mensch kann zu jeder Zeit in die Situation geraten, selbst Pflege zu brauchen. Akute oder chronische Erkrankung, ein Unfall, eine körperliche oder psychische Beeinträchtigung - immer dann, wenn es um Pflege geht, ist das Gesundheitswesen gefordert, so die Gesundheits- und Pflegesprecherin der Grünen Wien, Birgit Meinhard-Schiebel, anlässlich des Tages der Pflege am kommenden Sonntag.

„Weil Pflege professionelles Wissen, aber auch Empathie und Einfühlsamkeit braucht, brauchen die Menschen in Pflege- und SorgeberufenRahmenbedingungen, die ihrer großen Verantwortung gerecht werden. Für sie sind die Vereinbarkeit von Beruf und Familie von großer Bedeutung, die Möglichkeiten, einen Arbeitsalltag vorzufinden, in dem auch ihre eigene Gesundheit gefördert wird. Zu den zehntausenden Pflegekräften in der Stadt kommen noch zehntausende pflegende Angehörige, die informell und oft rund um die Uhr für ihre pflegebedürftigen Angehörigen da sind. Von Eltern, die ihre behinderten Kinder pflegen bis zu alten Menschen, die ihre alten PartnerInnen pflegen“, so Meinhard-Schiebel.

Die Sorgeberufe sind in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, weil der Bedarf an Pflege und Betreuung laufend steigt. Das gilt sowohl für den Bereich der Krankenpflege als auch für die Altenbetreuung. Die breite Palette der Berufsgruppen scheint einerseits sinnvoll, hat aber auch zu einer zu hohen Arbeitsteilung des Bereiches der Pflege geführt und braucht ein weitaus besseres Schnittstellenmanagement, um wirkungsvoll agieren zu können. Denn der Bedarf an Pflege und Betreuung wird in den nächsten Jahrzehnten massiv zunehmen.

„Zugang zu umfassender Gesundheitsförderung ist eine wichtige Säule, um Krankheit möglichst langfristig zu verhindern. Wenn Menschen aber erkranken oder an einer Behinderung leiden, braucht es neben guter medizinischer Versorgung in den Krankenhäusern bestes Entlassungsmanagement und sogenannte „Grätzelschwestern“, die den gesamten Pflegeprozess daheim professionell und umfassend betreuen und betroffenen Menschen und ihren Angehörigen als „Vertrauensperson“ und Schnittstellenmanageerin zu allen notwendigen anderen Dienstleistungen zur Seite stehen“ fordert Meinhard-Schiebel.


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