FPÖ-Vizebürgermeister Nepp begrüßt Schulpläne der Bundesregierung

Wien braucht Besserungs-Zentren für gewaltbereite Schüler

Wien (OTS) - Als äußerst positiv wertet der Wiener Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) die Überlegungen der Bundesregierung, nach den schockierenden Vorfällen an der HTL Ottakring neue Instrumentarien im Umgang mit gewaltbereiten Schülern einzuführen. „Die so genannten Auszeit-Klassen werden aber nicht ausreichend sein“, erklärt Nepp, „In Wien ist es aufgrund der massiven Integrationsprobleme von problematischen Kindern und Jugendlichen notwendig, diese im Ernstfall auch räumlich von der Schule und Mitschülern zu trennen. Zum Beispiel in Besserungs-Zentren, in denen sie professionelle sozialpädagogische Programme durchlaufen, ehe sie wieder in den Regelunterricht eingegliedert werden können.“ Diese Maßnahme soll nur den Pflichtschulbereich betreffen. An höher bildenden Schulen wie der HTL bestünde ohnedies die Möglichkeit, die Jugendlichen von der Schule zu verweisen. „Vielleicht ist das ja auch eine Motivation für Erziehungsberechtigte, ihre Aufgabe wahrzunehmen, weil in so einem Fall schließlich auch die Aberkennung von Sozialleistungen wie der Familienbeihilfe droht“, meint Nepp.

Der Wiener Vizebürgermeister betont, dass die vorübergehende Zusammenfassung von gewaltbereiten Problemschülern in eigenen Zentren eine langjährige Forderung der Wiener Freiheitlichen sei. „Es geht schließlich darum, die große Mehrheit der Schüler zu schützen – aber natürlich auch die Lehrer“, so Nepp. Die Vorfälle an der HTL Ottakring seien symptomatisch für eine generell alarmierende Entwicklung des mangelnden Respekts und der zunehmenden Gewalt unter Schulkindern und Jugendlichen. So habe es im Vorjahr 229 Anzeigen wegen Gewalt an Wiener Schulen gegeben, und diese wären nur die Spitze des Eisberges.

Da die rot-grüne Wiener Stadtregierung und die SPÖ-besetzte Landesschuldirektion bis heute jeden Lösungswillen vermissen ließ, sei es extrem begrüßenswert, dass nun auf Bundesebene rasch neue Modelle entwickelt werden, die dem Lehrpersonal letztlich auch wieder mehr Autorität einräumen. Als Standorte für Besserungs-Zentren, etwa als konsequenteste Maßnahme in einem Mehrstufen-Programm, kämen unter anderem einige der ohnedies nahezu leerstehenden Wiener Jugendzentren in Frage. (Schluss)

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