Grüne Wien/Berner zu Mindestsicherungs-Studie: „Sozialhilfe Neu birgt Gefahr der Stigmatisierung"

Wien (OTS) - Als wenig überraschend bezeichnet die Sozial- und Familiensprecherin der Grünen Wien, Ursula Berner, die Ergebnisse der Studie des Europäischen Zentrums für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung. Demnach holen sich derzeit rund 30 Prozent der Berechtigten die Mindestsicherung nicht ab. „Scham und die Angst vor dem Zugriff auf Erspartes führt dazu, dass Menschen auf Geld verzichten, dass ihnen zusteht. Dieses Verhalten wird sich mit der neuen Sozialhilfe noch verstärken, weil hier die Gefahr nach mehr Stigmatisierung noch höher ist“, so Berner. Allein der Begriff ist ein Rückschritt, dazu kommt noch, dass die Entscheidungsfrist nun verlängert werden soll.

Die Mindestsicherung dient zur Absicherung gegen Armut. „Es ist erschütternd, dass die Armutsgefährdungsrate 2015 um 0,7 Prozentpunkte gesunken wäre, wenn sich alle Anspruchsberechtigten die Mindestsicherung abgeholt hätten. Denn viele wissen nicht, dass sie geringes Einkommen auch durch die Mindestsicherung aufstocken können“, so Berner.

In Wien hat man besonders darauf gesetzt, die Stigmatisierung durch die Mindestsicherung durch bessere Information und mehr Anonymität so niedrig wie möglich zu halten. „Wir werden alles dafür tun, dass der Wiener Weg der Mindestsicherung als letztes soziales Netz erhalten bleibt“, so Berner abschließend.

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