Lernen durch Erleben: Mit Erasmus+ Potenziale erkennen und nutzen

Die fünfte Erasmus+ Jahrestagung am 8. Mai 2019 in Wien widmete sich dem erfahrungsbasierten Lernen. Hirnforscher Bernd Hufnagl erklärte, was unser Hirn beim Lernen anregt.

Wien (OTS) - Das EU-Bildungs- und Jugendprogramm Erasmus+ ermöglicht einzigartige Lernerfahrungen durch Auslandsaufenthalte und internationale Projektarbeit. Aber wie funktioniert Lernen überhaupt, insbesondere in unserer „optimierten Welt“? Der Wiener Neurobiologe, Managementberater und Autor Dr. Bernd Hufnagl erläuterte in seinem Vortrag „Lernen in der Welt des Optimierens“, wie wir vom Wissen der Hirnforschung und Verhaltensbiologie profitieren können.

Hufnagl plädiert dafür, Abstand zu gewinnen: „Digitale Permanenz sorgt lediglich für die Anhäufung von leerem Faktenwissen. Ein Mehr an Bildung braucht hingegen Tiefe und Differenzierung. Tagträumen, sprich nicht-zielgerichtetes Denken, verschafft uns den nötigen Abstand und damit Freiraum für Differenzierung.“

Sophie Beernaerts (Leiterin der Erasmus+ Koordination der Europäischen Kommission) gab einen Einblick in die Vorbereitungen des neuen Programms ab 2021. Inklusion und ein einfacher Zugang für alle stehen im Fokus. Andrea Schmölzer (Leiterin der Abteilung EU-Koordination und multilaterale Angelegenheiten, BMBWF) und Andreas Schneider (Leiter der Abteilung Europäische und Internationale Familien- und Jugendpolitik, BKA) berichteten, was sich auf nationaler Ebene in Bezug auf das neue EU-Programm Erasmus+ tut.

„Wir möchten, dass möglichst viele Personen vom Programm Erasmus+ profitieren können. Die vorgeschlagene Budgeterhöhung ist der richtige Weg. Dazu planen wir mit der Europäischen Kommission neue Möglichkeiten, auch kleine Einrichtungen am neuen Programm teilnehmen zu lassen“, fasst Ernst Gesslbauer, Leiter der Nationalagentur Erasmus+ Bildung, zusammen.

Darüber hinaus diskutierten die rund 180 anwesenden Expert/innen und Projektträger/innen aus dem Bildungs- und Jugendsektor, welche Lernerfahrungen im Programm Erasmus+ möglich sind, wie der Lernerfolg der Beteiligten gesteigert und wie das Gelernte sichtbar gemacht werden kann.

Veranstaltet wurde die Tagung von der Nationalagentur Erasmus+ Bildung in der OeAD-GmbH und dem IZ - Österreichische Nationalagentur Erasmus+: Jugend in Aktion und Europäisches Solidaritätskorps.

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