Blümel/Schwarz/Taschner: Null Toleranz bei Gewalt an Schulen

Bund prüft Maßnahmen bei Schulpflichtverletzungen – Präventionsprogramm am Bildungsstandort Wien notwendig – Mehr Wertschätzung für Lehrerinnen und Lehrer

Wien (OTS) - „Gewalt hat an Schulen nichts zu suchen – weder Gewalt von Lehrern gegenüber Schülern noch von Schülern gegenüber Lehrern“, erklärt Landesparteiobmann Bundesminister Gernot Blümel in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Bildungssprechern der Neuen Volkspartei Sabine Schwarz und Rudolf Taschner. Es sei beunruhigend und bedenklich, dass in einer Erstreaktion immer der Lehrer als Sündenbock dargestellt werde. „Lehrerinnen und Lehrer erbringen unglaubliche Leistungen und einen immens wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Verantwortung und Herausforderungen für Lehrerinnen und Lehrer haben an den Schulen zugenommen, der Respekt ihnen gegenüber ist jedoch nicht gewachsen“, so Blümel und weiter: „Deshalb ist es Zeit für mehr Wertschätzung für die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer.“ Dazu brauche der Wiener Bildungsstandort ein Präventionsprogramm mit flankierenden Maßnahmen. Auf Bundesebene prüft zudem Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß mögliche Maßnahmen bei Schulpflichtverletzungen und Suspendierungen. Klar sei, so Gernot Blümel: „Bei Gewalt an Schulen darf es null Toleranz geben!“

Als flankierende Maßnahmen fordert die Bildungssprecherin der Neuen Volkspartei in Wien, Sabine Schwarz, von der rot-grünen Stadtregierung eine unabhängige Beratungsstelle für Lehrerinnen und Lehrer, eine flächendeckende Gewaltprävention an allen Schulen analog zur Verkehrserziehung, einen Schulsozialpädagogen pro Schulstandort, eine anonyme Studie zu den Erfahrungsberichten der Lehrerinnen und Lehrer sowie vollen Rückhalt von Direktion und Bildungsdirektion für betroffene Lehrer. „Viele Lehrerinnen und Lehrer glauben nicht an die Lösungskompetenz des Bildungsdirektors Himmer sowie des zuständigen Stadtrats Czernohorszky“, so Schwarz. Diese müssen endlich ins „Handeln und Tun“ kommen: „Tun Sie endlich ihre Arbeit und schlafen Sie nicht in der Pendeluhr“, so die Bildungssprecher in Richtung rot-grüne Stadtregierung.

Der Bildungssprecher der Neuen Volkspartei im Nationalrat, Rudolf Taschner, stellt klar, dass „Mobbing und Tyrannisieren rasch und effektiv sanktioniert werden müssen“. Dazu drängen sich zum aktuellen Geschehen drei Fragen auf: „Warum verschloss die Schuldirektion die Augen? Wusste die Bildungsdirektion nichts? Handelt es sich um einen Einzelfall?“, so Taschner. Die Beantwortung dieser Fragen sei offen und werfe kein gutes Licht auf die Bildungsdirektion der Stadt Wien. Dabei stehe der Bildungsdirektion ein vom Bund finanziertes Personal an Schulsozialarbeitern und Schulpsychologen zur Verfügung. „Ein rechtzeitiger Einsatz hätte dafür gesorgt, dass es nicht zu einer derartigen Eskalation kommt“, so Taschner. Die Bildungssprecher kritisieren zudem, dass alle Bundesländer – außer Wien und das Burgenland – Schulsozialarbeiter finanzieren. „Die Stadtregierung ist hier gefordert. Alle bestehenden Schulsozialarbeiter zahlt der Bund – Wien darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen“, so Sabine Schwarz und Rudolf Taschner.

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