Hochwasserschutz in Weissenbach an der Triesting eröffnet

Eichtinger, Köstinger: Seit 2002 rund 550 Hochwasserschutz-Projekte umgesetzt

St. Pölten (OTS/NLK) - Am heutigen Freitag wurde in Anwesenheit von Landesrat Martin Eichtinger und Bundesministerin Elisabeth Köstinger der neue Hochwasserschutz „Furtherbach“ in Weissenbach an der Triesting (Bezirk Baden) seiner Bestimmung übergeben.

„Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein für Weissenbach, für das Triestingtal und für ganz Niederösterreich“, betonte der Landesrat. „Niederösterreich hat in der Vergangenheit viele Überschwemmungen gesehen. Es sind die großen Hochwasserereignisse, die uns in Erinnerung bleiben, es sind aber oft schon kleine Hochwassermengen, die einen Schaden hervorrufen“, sagte er. „Seit 2002 wurde eine Milliarde Euro für den Hochwasserschutz in Niederösterreich ausgegeben, es wurden 550 Projekte in 300 Gemeinden umgesetzt. Allein 2019 werden 60 Projekte neu begonnen und 50 Projekte abgeschlossen“, führte Eichtinger weiter aus. „Das Land Niederösterreich bemüht sich um den Schutz der Mitbürgerinnen und Mitbürger. Denn jeder aufgewendete Euro verhindert zumindest einen Schaden in doppelter Höhe“, unterstrich der Landesrat. Es habe hier im Triestingtal ein gutes Miteinander von Bund, Land und Gemeinden gegeben, hielt er fest und sprach allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, dieses Projekt zu verwirklichen, ein großes Dankeschön aus.

„Wasser spielt in Niederösterreich und in Österreich eine enorm wichtige Rolle“, sagte die Bundesministerin. „Österreich ist ein Land, das einerseits für die hohe Qualität des Trinkwassers bekannt ist, andererseits haben die Hochwasser-Fälle in den letzten Jahren und Jahrzehnten viele Schäden angerichtet“, so Köstinger. „Umso wichtiger war es nun, zusammenzuarbeiten und einen maximalen Schutz für die Anrainerinnen und Anrainer zu gewährleisten“, informierte sie. „Bedingt durch den Klimawandel können leider die Starkwetterereignisse in Zukunft weiter zunehmen. Es wurden mit den Hochwasserschutzprojekten aber die wichtigsten Vorsorgemaßnahmen für die Bevölkerung getroffen“, hielt die Bundesministerin fest.

Bürgermeister Johann Miedl sagte: „Alle Beschlüsse zu diesem Projekt wurden im Gemeinderat einstimmig getroffen.“ Er dankte dem Land, dem Bund, den Nachbargemeinden, den Grundeigentümern und den Technikern und Spezialisten für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung.

Zu Wort kamen noch Heinrich Grünwald von der Wildbach- und Lawinenverbauung, Wolfgang Bürger von der Abteilung Wasserbau beim Amt der NÖ Landesregierung und Triesting-Wasserverband-Obmann Andreas Ramharter.

Im Zuge des Projektes konnten vier Hochwasserrückhaltebecken im Triestingtal errichtet und die Hochwasserschutzmaßnahmen in den Gemeinden Weissenbach, Furth, Berndorf-St. Veit, Hirtenberg und Tattendorf abgeschlossen werden. Insgesamt werden im Tristingtal nun mehr als 1.300 Objekte und 6.000 Einwohner vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt. Die Gesamtbaukosten für den Hochwasserschutz „Furtherbach“ von fast 15 Millionen Euro wurden von Bund (9,3 Millionen Euro), Land Niederösterreich (etwa 2,7 Millionen Euro) und dem Triestingtaler Wasserverband (rund 3 Millionen Euro) getragen. Mit den Vorarbeiten für das größte Becken in Fahrafeld wurde im Februar 2019 begonnen, dafür sind Investitionen von 43 Millionen Euro vorgesehen. Die Segnung des Projektes nahm Pfarrer Josef Failer vor.

Rückfragen & Kontakt:

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Ing. Mag. Johannes Seiter
02742/9005-12174
presse@noel.gv.at
www.noe.gv.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK0008