ORF und NACHBAR IN NOT sammelten bisher 4,2 Millionen Euro für Mosambik-Hilfe

In nur sechs Wochen spendeten die Menschen in Österreich 4,2 Millionen Euro für die NACHBAR IN NOT-Hilfe – doch die Katastrophe ist noch nicht vorbei

Wien (OTS) - Vor rund einem Monat hat der Tropensturm Idai in der Nähe der Hafenstadt Beira in Mosambik tausend Todesopfer gefordert. Hunderttausende Menschen wurden obdachlos, Ackerflächen zerstört und die Infrastruktur des Landes stark beschädigt. Am 25. April traf Tropensturm Kenneth auf Land und wieder wurde Mosambik getroffen. Es droht eine große Hungerkatastrophe, bereits 6.000 Menschen sind an Cholera erkrankt.

Der ORF hat gemeinsam mit der Stiftung NACHBAR IN NOT am 25. März die Aktion „NACHBAR IN NOT – Hilfe für Mosambik“ gestartet und bisher 4,2 Millionen Euro gesammelt. „Das zeigt das große Vertrauen der Menschen in den ORF und in die österreichischen Hilfsorganisationen, die vor Ort Hilfe leisten“, sagt ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz. „Der Erfolg von LICHT INS DUNKEL und NACHBAR IN NOT ist der Erfolg aller Österreicherinnen und Österreicher. Und der ORF ist stolz darauf, diejenigen, die helfen wollen, mit denjenigen zusammenzubringen, die helfen können“, betont Wrabetz.

Die NACHBAR IN NOT-Organisationen leisten in der Krisenregion Nothilfe bei der Erstversorgung der Menschen mit Lebensmitteln, sauberem Wasser und medizinischer Hilfe. Langfristig geht es darum, die Menschen bei der Wiedererlangung ihrer Lebensgrundlagen zu unterstützen, die Rückkehr in ihre Häuser und die Bestellung der Äcker vorzubereiten.

„Ein großes Dankeschön an die vielen Spenderinnen und Spender. Durch ihre Unterstützung können wir Tausenden Menschen in Mosambik helfen“, so Michael Opriesnig, Vorstandsvorsitzender von NACHBAR IN NOT und stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. „Meine Kollegen vor Ort berichten mir von den guten Fortschritten, die wir bereits erzielen konnten. Leider ist Ende April ein weiterer Wirbelsturm über Mosambik gefegt, der schwere Verwüstungen angerichtet hat. Unsere Hilfe wird also noch länger bitter notwendig sein.“

Caritas-Generalsekretär und NACHBAR IN NOT-Vorstand Christoph Schweifer: „Mosambik wurde nun schon zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit von einer Naturkatastrophe schwer getroffen, und viele Menschen in Mosambik haben alles verloren. Die Nothilfe, die wir mit den Spenden aus Österreich durchführen, ist dringend notwendig: Die Menschen brauchen Lebensmittel, aber auch Saatgut, denn es droht eine Hungerkatastrophe. Die bisherige Spendenbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher für eines der ärmsten Länder der Welt ist beeindruckend, und ich bedanke mich sehr herzlich dafür. Ihre Spende kommt an, Ihre Spende rettet Leben!“

„Der Bedarf an Hilfeleistung ist enorm“, sagt Christine Kaiser, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting. „Durch diese Naturkatastrophen wurde unschuldigen Menschen das Wenige, das sie besessen haben, genommen. Ich hoffe, dass die Spendenbereitschaft aus Österreich anhält, um die Menschen auch nachhaltig bei der Wiederherstellung ihrer Existenzgrundlagen zu unterstützen.“

So helfen die NACHBAR IN NOT-Organisationen in Mosambik:

CARE arbeitet in Mosambik im Bereich der Hygienevorsorge mit einem starken Fokus auf Mädchen und Frauen. Die Aktivitäten reichen von der Wiederherstellung bis zum Neubau von Latrinen und Waschgelegenheiten in Schulen, der Verteilung von Hygienepaketen an Mädchen und Family Sets an Familien in Notunterkünften.

Die Rehabilitation der ESMABAMA-Schulen mit mehr als 8.000 Schulkindern, darunter 2.000, die im Internat wohnen, ist erstes Ziel der Caritas. Um eine weitere Bildung und Versorgung der Schüler/innen zu gewährleistein, erhalten sie regelmäßig Essen und Nahrungsmittel, damit sie die Schule nicht vorzeitig abbrechen. Weiters werden notwendige Reparaturen durchgeführt.

Die Diakonie arbeitet im Flüchtlingslager Tongogara, in dem über 12.000 Menschen leben und wo rund 1.100 Unterkünfte, mehr als 3.200 Haushalte und 600 Latrinen ganz oder teilweise zerstört wurden. Die Diakonie hilft mit der Verteilung von Hygienepaketen und dem Bau von Latrinen.

Das Hilfswerk International und der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs kümmern sich um Nahrungssicherheit und Gesundheit in acht Gemeinden. In der Provinz Sofala werden mit dem Nothilfeprogramm über 12.000 Personen erreicht. Der Fokus wird dabei auf schwangere und stillende Frauen, unterernährte Kinder unter fünf Jahren sowie Menschen mit Behinderungen gelegt. In den Bezirken Buzi und Nhamatanda soll durch die Verteilung von Saatgut und den angepassten Wiederaufbau von Landwirtschaft und Fischereimethoden Ernährung langfristig gesichert werden.

Ziel der Malteser ist es, Hilfsmaßnahmen im Bereich Gesundheit und Wasserzugang durchzuführen. Dabei konzentrieren sich die Malteser in Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner auf Hygiene und Vorsorge, um Erkrankungen, insbesondere der Cholera, vorzubeugen.

Das Österreichische Rote Kreuz verteilt Hilfsgüter wie Hygienepakete an 10.000 Frauen und Kunststoffplanen zur Hausreparatur an 500 Familien. Außerdem entsendet das Österreichische Rote Kreuz Spezialisten im Bereich Wasser, Hygiene und Sanitäreinrichtungen in das Krisengebiet.

Die Volkshilfe richtet derzeit Notfall-Wasserversorgungsdienste in Zwischenlagern ein, außerdem sollen in den kommenden Monaten 250 Brunnen für 60.000 Menschen gereinigt und rehabilitiert werden. Außerdem wird die Verteilung von Saatgut für 3.000 Bauernfamilien vorbereitet.

Alle Informationen zu den Projekten der NACHBAR IN NOT-Hilfsorganisationen auf nachbarinnot.ORF.at.

Alle Infos zu Spendenmöglichkeiten im ORF TELETEXT auf Seite 682.

Spendenmöglichkeiten:
„NACHBAR IN NOT – Hilfe für Mosambik“
Spendenkonto: AT21 2011 1400 4004 4003
Online: http://nachbarinnot.ORF.at
Spendenmöglichkeit auch in vielen Trafiken

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