Androsch: Jedes Jahr mehr Pflanzengift in der Landwirtschaft – Ministerin ist untätig

ÖVP-Landwirtschaftsministerin Köstinger schiebt Verantwortung ab und zeigt kein Interesse an Glyphosat-Sofortverbot!

Wien (OTS/SK) - Als „unkonkret und unbefriedigend“ bezeichnet SPÖ-Tierschutzsprecher Maurice Androsch eine aktuelle Anfragebeantwortung durch Ministerin Köstinger. Androsch wollte mit der Anfrage in Erfahrung bringen, welche Maßnahmen beim Bienenschutz, insbesondere auch im Zusammenhang mit einer notwendigen österreichweiten Reduktion von bienengefährlichen Giften, durch die Ministerin konkret gesetzt werden. Die Antwort der Ministerin ist unzufriedenstellend: „Es ist unlauter von Ministerin Köstinger von einer Reduktion von Pestiziden zu sprechen. Das Gegenteil ist der Fall“, so Androsch. ****

Die Ministerin vergleicht im Zusammenhang mit der Inverkehrbringung von Pestiziden die Jahre 2008 mit 2017 und spricht von einer Reduktion. Der tatsächliche Grund ist nur, dass 2008 aufgrund der Finanzkrise und des raschen Preisanstiegs auch bei Pestiziden große Einlagerungen getätigt wurden. „2012 und 2013 gab es einen politischen Grundkonsens in Sachen Bienenschutz. Deshalb wurde Glyphosat in der landwirtschaftlichen Anwendung für Sikkationszwecke, also zum Zwecke der Abreifebeschleunigung und gleichzeitiger Totspritzung von Unkräutern, verboten“, so Androsch und weiter: „Drei Neonicotinoide wurden in Österreich früher als europaweit verboten.“ Damit gingen die Mengen an in den Handel gebrachten Giften deutlich zurück.

Seit 2013 zeigen die Zahlen des Grünen Berichts jedoch wieder jährlich eine deutliche Steigerung der Mengen, die der Handel in Verkehr bringt. Kritik übt der SPÖ-Abgeordnete aber auch, weil die Ministerin in Sachen Glyphosat-Verbot unkonkret bleibt: „Die zuständige Ministerin schiebt ihre Verantwortung auf eine Studie ab.“ Die Studienergebnisse sollten schon seit fast einem halben Jahr vorliegen. „Es ist erschütternd und inakzeptabel, dass politisch Verantwortliche offenbar ein akutes Problem auf die lange Bank schiebt. Das ist so, als würde man einen Herzinfarkt mit Hustensaft behandeln“, so Androsch.

„Gifte gefährden unsere Bienen und Insekten allgemein. Ministerin Köstinger muss endlich handeln – schöne Worte und Bilder helfen weder beim Gesundheits– noch beim Bienenschutz“, so Androsch abschließend.

Service: Die Anfrage vom SPÖ-Tierschutzsprecher Maurice Androsch betreffend die Gesundheit der Bienen und anderer Insekten und die Beantwortung durch Ministerin Elisabeth Köstinger finden Sie hier:

Anfrage: https://tinyurl.com/yxbqgt8n
Beantwortung: https://tinyurl.com/yy38pzec

(Schluss) up/rm/mp

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