100 Jahre Rotes Wien: Neues Buch über „Wienjuwel Amalienbad“

Bad erinnert an Frauenpolitikerin Amalie Pölzer

Wien (OTS) - Es ist eines der schönsten Bäder Wiens und es hat eine lange Geschichte, die in die Ära des Roten Wien zurückreicht: Das Amalienbad in Favoriten. Bereits 1919 wurde im Wiener Gemeinderat die erste Großoffensive zum Bau von städtischen Bädern beschlossen, 1926 konnte das Amalienbad als eines von Wiens neuen, topmodernen Bädern seine Pforten öffnen.

Es war das stolze Flaggschiff der Wiener Hallenbäder, mit einem mondänen, gläsernen Eingangsportal und einer Schwimmhalle mit einem überwältigenden Raumeindruck. Wesentlich war auch der soziale Aspekt: Es sollte den Arbeiterinnen und Arbeitern die Möglichkeit bieten, in ihrer kargen Freizeit dem grauen Alltag zu entfliehen und setzte auch im Bereich Sauberkeit und Hygiene neue Standards.

Dem traditionsreichen Bad ist nun auch ein neues Buch gewidmet: „Wienjuwel Amalienbad“ nennt Autor Gerhard Hofer liebevoll das Bad und erzählt in knapp 160 Seiten alles Wissenswerte, untermalt mit historischen Hintergründen und humorvollen Illustrationen von Winfried Opgenoorth. Bürgermeister Michael Ludwig, Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky und der Abteilungsleiter der Wiener Bäder, Hubert Teubenbacher, konnten nun mit dem Autor persönlich einen ersten Blick in das neue Buch werfen.

Amalie Pölzer: Starke Frau als Namensgeberin

„Das Amalienbad am Reumannplatz, der nach dem ersten Bürgermeister im Roten Wien benannt wurde, zählt auch heute – mehr als 90 Jahre nach seiner Eröffnung – wohl zu den schönsten Bädern in der Stadt. Es ist gleichermaßen ein historisches wie auch ein architektonisches Juwel. Das auch heute noch so gern genutzte und viel frequentierte Bad wurde in den Jahren 1923 bis 1926 nach Plänen der Architekten Karl Schmalhofer und Otto Nadel erbaut und verkörperte damals die größte und modernste Badeanstalt Mitteleuropas“, unterstrich Bürgermeister Michael Ludwig anlässlich der Präsentation dieses prachtvollen Dokumentationsbandes. „Das Amalienbad erinnert nicht zuletzt auch durch seinen Namen an Amalie Pölzer, die erste Favoritner Abgeordnete im Wiener Gemeinderat. Es ist zudem auch ein wichtiges Monument des Roten Wien, das auch heute noch sehr gerne von den Wienerinnen und Wienern genutzt und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wiener Bäder liebevoll gepflegt und betreut wird.“

„Wie feiern dieser Tage 100 Jahre Wiener Frauenwahlrecht – deshalb freut es mich ganz besonders, dass wir mit diesem Buch auch an eine ganz besondere Frau erinnern: So ist das Bad nach Amalie Pölzer benannt, die 1919 als erste Abgeordnete aus Favoriten in den Gemeinderat einzog“, betont Bildungs- und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky. „Amalie Pölzer setzte sich als Sozialdemokratin mit viel Engagement für Frauenrechte, aber auch die Verbesserung der Lebensumstände der Arbeiterinnen und Arbeiter ein!“

Das reich illustrierte Buch „Wienjuwel Amalienbad“ ist ab sofort zum Preis von 24,90 Euro an der Kassa des Amalienbades erhältlich.

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