Oö. Volksblatt: "Rand-Probleme" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 03. Mai 2019

Linz (OTS) - Am Rand ist die Lage immer problematisch. Radfahrstreifen am Fahrbahnrand sind gefährlicher als abgegrenzte, breite Radwege; am oberen Rand der Felswand will jeder Schritt mit Bedacht gesetzt sein, während es sich auf einem Waldlehrpfad entspannt schlendern lässt; und wenn beim roten Maiaufmarsch am Rathausplatz fragwürdige Sympathisanten sichtbar werden, ist es plötzlich auch am politischen Rand heikel.
Apropos politischer Rand: Die SPÖ wird aktuell ja nicht müde anzuprangern, was sich angeblich am Rand der FPÖ so herumtreibt, und sie wird nicht müde zu erklären, warum die FPÖ daher nicht in einer Stadt-, Landes- oder Bundesregierung sitzen darf. Erst gestern wieder hat die SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz der ÖVP vorgehalten, dass die FPÖ nicht regierungsfähig sei.
Besonders ernst wird sie allerdings von Genossen wie Klaus Luger, Hans Karl Schaller, Georg Dornauer oder Hans Peter Doskozil nicht genommen, denn die können mit der FPÖ oder können es zumindest nicht ausschließen, mit der FPÖ zu wollen.
Zu bezweifeln ist allerdings, ob das bloß ein Randproblem der SPÖ ist — schon gar, wenn „Opposition Mist ist“, wie es aus Sozialistenmund heißt. Denn: Wer keine Optionen hat, bleibt am Rand.

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