ÖSV prüft Auswirkungen VwGH-Erkenntnis im Fall Lukas Müller

Wien (OTS) - Der Verwaltungsgerichtshof hat im Fall Lukas Müller dem Antragsteller recht gegeben. Damit ist geklärt, dass es sich beim Vorspringen bei der Skiflug WM 2016 am Kulm um einen Arbeitsunfall gehandelt hat. Der ÖSV, der nicht Partei des Verfahrens war, sondern die Austria Ski WM und GroßveranstaltungsgesmbH respektiert dieses Erkenntnis. „Lukas Müller war ein großes und hoffnungsvolles Nachwuchstalent, sein Unfall war eine Tragödie. Nicht nur für ihn, auch für uns und seine Kollegen im ÖSV“, sagt ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.

Der ÖSV wird nun prüfen, welche sozialversicherungsrechtlichen Konsequenzen dieses Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs auf künftige Sportveranstaltungen haben wird. „Das betrifft aber nicht nur den ÖSV, sondern könnte Auswirkungen auch für andere Sportverbände und -veranstalter in Österreich haben“, sagt Schröcksnadel. „Die Frage ist, welchen sozialversicherungsrechtlichen Status haben Personen und Freiwillige, die – außerhalb des Kaders – an Sportveranstaltungen teilnehmen und wie müssen sie allenfalls arbeitsrechtlich abgesichert werden. Welche Konsequenzen entstehen daraus auch für kleine Veranstaltungen. Es wird dafür eine praktikable Regelung brauchen, um kleinere Veranstaltungen auch künftig durchführen zu können.“

Der ÖSV hat sich für Lukas Müller nach dem Unfall sehr dafür eingesetzt, dass ihm eine entsprechende Entschädigung von den Versicherungen zuerkannt wurde, die ihm helfen sollten, seine schwierige Situation zu erleichtern. Müller hat bereits bisher nach dem tragischen Unfall 480.000 Euro aus ÖSV-Versicherungen sowie weitere 350.000 CHF aus einer Rahmenversicherung der FIS erhalten.

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