Neu, anders und innovativ: Dreh zu Marvin Krens „Freud“

ORF/Netflix-Mystery-Thriller-Event mit u. a. Robert Finster, Ella Rumpf und Georg Friedrich

Wien (OTS) - 85 Drehtage, 26 Motive, 90 Rollen: In Prag und Wien entsteht derzeit der aktuelle internationale ORF-TV-Event „Freud“, der eine der bedeutendsten Persönlichkeiten Österreichs in einem völlig neuen Licht präsentiert: Knapp 80 Jahre nach dem Tod des Begründers der Psychoanalyse schlüpft Robert Finster in die Rolle des jungen Sigmund Freud – allerdings nicht auf der Couch zwischen Theorie und Analyse, sondern rastlos, schillernd und wild auf Mörderjagd. Vor dem Hintergrund historisch belegter Details erzählt Marvin Krens neuestes TV-Projekt in einem zum Teil realen, zum Teil fiktiven Setting einen rein fiktiven Kriminalfall, der zum Auftakt eines großen Komplotts wird. Rund 15 Drehtage stehen noch am Plan, bis der erste ORF/Netflix-Mystery-Thriller im Kasten ist. Zurzeit dient die tschechische Hauptstadt als Drehort: Ein Prager Spital für Invaliden wurde zuletzt zur Kulisse des Alten AKH in Wien, in dem Sigmund Freud als Assistenzarzt tätig ist und – die fiktive Figur der – Fleur Salomé (Ella Rumpf) kennenlernt.

Voraussichtlich 2020 in ORF 1

Zur Seite stehen Robert Finster in dieser ersten Zusammenarbeit zwischen ORF und Netflix Ella Rumpf als das berüchtigte Medium Fleur Salomé und Georg Friedrich in der Rolle des Kriegsveteranen Alfred Kiss. In weiteren Rollen spielen u. a. Christoph Krutzler, Brigitte Kren, Rainer Bock, Anja Kling, Mercedes Müller, Philipp Hochmair, Stefan Konarske, Noah Saavedra, Heinz Trixner, Lukas Miko, Aaron Friesz, Martin Zauner, Johannes Krisch und Matthias Franz Stein. Das ausschweifende Wien um 1890, berühmt für seine Dekadenz und die Abgründe der illustren Gesellschaft, bildet in den acht 45-minütigen Folgen der österreichisch-deutschen Produktion die Bühne für mysteriöse Mordfälle und politische Intrigen. Regie führt der mehrfach ausgezeichnete Marvin Kren, der gemeinsam mit Stefan Brunner und Benjamin Hessler auch als Drehbuchautor sowie weiters als Executive Producer verantwortlich zeichnet. Gedreht wird seit Jänner und voraussichtlich noch bis Mitte Mai in Prag und in Wien. Die Erstausstrahlung in ORF 1 ist für Frühjahr 2020 geplant. „Freud“ ist eine Koproduktion von Satel Film (Heinrich Ambrosch) und Bavaria Fiction (Moritz Polter) für ORF und Netflix, mit Unterstützung vom Filmfonds Wien und dem Creative Europe – Media Programm der Europäischen Union. ZDF Enterprises übernimmt den internationalen Vertrieb.

Mehr zum Inhalt ist online unter http://presse.ORF.at abrufbar.

ORF-Fernsehfilmchefin Mag. Katharina Schenk: „Wunderbares Beispiel für die Erfüllung unseres öffentlich-rechtlichen Auftrags“

„Nicht im Stil eines klassischen Biopics, sondern auf innovative und kraftvolle Art und Weise – und definitiv aus einem anderen Blickwinkel – beleuchten wir mit unserem neuen TV-Event ,Freud‘ eine der ganz großen Persönlichkeiten Österreichs. Mit diesem zutiefst österreichischen Thema, Marvin Kren als österreichischem Mastermind und Robert Finster als neuem, österreichischen Gesicht in der Hauptrolle ist diese internationale Großproduktion ein wunderbares Beispiel für die Erfüllung unseres öffentlich-rechtlichen Auftrags. Und wir freuen uns sehr darüber, dass wir diese High-End-Produktion als erstes unserem heimischen Publikum präsentieren können und – dank dieser ersten Zusammenarbeit mit Netflix – danach auch Millionen Zuseherinnen und Zusehern weltweit.“

Marvin Kren: „In das filmische Unbewusste eintauchen“

„Ich bin sozusagen unter der Originalcouch von Sigmund Freud groß geworden. Sprich: Im selben Bezirk in Wien, wo er seine Praxis hatte. Es war also eine besondere Herausforderung für mich, sich so einem gigantischen Denker, dem Aufklärer und Befreier der menschlichen Seele zu nähern.
Ich wollte ihm huldigen – und gleichzeitig von seinem Thron stoßen, um ihn zu einem nahbaren Menschen zu machen. Einem Menschen mit innerer Zerrissenheit, Fehlern, Leidenschaften und Sehnsüchten, um dann gemeinsam mit dieser fiktionalen Figur durch eine düstere Vienne-Noir-Serie in das filmische Unbewusste einzutauchen.“

Produzent Heinrich Ambrosch: „Ein revolutionärer Innovator“

„Das Image von Freud ist das eines weisen alten Mannes mit Bart. Damit brechen wir. Unser Freud ist jung, frisch und notwendig. Ein revolutionärer Innovator. Wir erzählen kein Biopic, sondern intuitiv und mit künstlerischer Freiheit.“

Robert Finster: „Zielstrebig, ehrgeizig, besessen und manisch“

Wien, 1886: Den Kopf voll mit neuen, aufregenden Ideen ist der 30-jährige Sigmund Freud vor Kurzem von einer Studienreise aus Frankreich zurückgekehrt. Freuds Begeisterung gilt der Hypnose, einer neuen Methode, mit der er hofft, in eine bisher unbekannte Region der menschlichen Seele vorzudringen – ins Unbewusste. Von der konservativen Gesellschaft der Wiener Ärzte wird der ehrgeizige Freud dafür verlacht und ausgestoßen; er braucht einen spektakulären Durchbruch, den er möglichst schnell und mit allen Mitteln herbeiführen will. Als Freud auf das stadtbekannte Medium Fleur Salomé trifft, ist nicht nur seine Skepsis, sondern auch seine Neugierde geweckt. Mit ihr und Inspektor Alfred Kiss an seiner Seite findet Freud sich bald inmitten einer mörderischen Verschwörung wieder, die Österreich in Atem hält. Was Robert Finster mit dem Namen Sigmund Freud verbindet? „Psychoanalyse, Psychoanalyse und Psychoanalyse. Aber schon meine Mutter hat immer gesagt, dass man doch nichts wieder aufwärmen muss, was man bereits sauber verdrängt hat.“

Und auf die Frage, welcher Typ der von ihm verkörperte Freud ist: „Er ist zielstrebig, ehrgeizig, besessen und manisch, einer, der für seine Sache brennt. Schauspieler zu sein, ist auch ein sehr leidenschaftsvoller Beruf. Da findet sich vielleicht auch die eine oder andere Ähnlichkeit zu mir selbst wieder.“ Finster über die Vorbereitungen: „Abgesehen davon, dass ich begonnen habe, mir den Bart stehen zu lassen, die Drehbücher gelesen und den Text gelernt habe, war ich auch bei einem Psychoanalytiker in Wien, der mit Hypnosetherapie arbeitet, und habe ich mir im Vorfeld einiges Spannendes erklären lassen.“ Und weiter über die Dreharbeiten:
„Marvin Kren arbeitet sehr intuitiv, vieles bleibt bis zum Dreh unentschieden, und er lässt den Schauspielerinnen und Schauspielern viele Freiheiten. Es ist sehr angenehm, so zu arbeiten, die Dreharbeiten laufen gut, und ich fühle mich in der Rolle von Sigmund Freud sehr wohl.“

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0011