„Fest der Freude“ 2019: ORF III feiert den Tag der Befreiung

Live-Übertragung und Doku-Neuproduktionen am 4., 5. und 8. Mai

Wien (OTS) - Am 8. Mai 1945 kapitulierte das nationalsozialistische Deutschland. ORF III widmet diesem Anlass am 4., 5. und 8. Mai 2019 einen umfangreichen Schwerpunkt u. a. mit den ORF-III-Neuproduktionen „Diagnose: Unbrauchbar – ‚Euthanasie‘ im Nationalsozialismus“, „Dianas Vermächtnis – Die Kinderretterin aus Tirol“ und „André Hellers Menschenkinder: Hans Menasse“. Höhepunkt des TV-Programms ist auch heuer das „Fest der Freude“, das am 8. Mai wieder live vom Wiener Heldenplatz übertragen wird. ORF 2 zeigt die „Gedenkveranstaltung zum Kriegsende in Europa“ am Mittwoch, dem 8. Mai, um 10.00 Uhr.

Der Programmschwerpunkt im Überblick

Samstag, 4. Mai:

Am Samstag, dem 4. Mai, erinnern drei „zeit.geschichte“-Dokumentationen an die Verbrechen unter dem Naziregime und an jene Heldinnen und Helden, die sich diesem widersetzten.

Den Auftakt macht die ORF-III-Neuproduktion „Diagnose: Unbrauchbar – ‚Euthanasie‘ im Nationalsozialismus“ (20.15 Uhr). Der Film von Regisseurin Uli Jürgens beschäftigt sich mit einer der grausamsten Maßnahmen des nationalsozialistischen Rassenwahns: dem sogenannten „Euthanasie“-Programm „Aktion T4“. Unheilbar Kranke, behinderte Menschen, aber auch Alkoholsüchtige und schwererziehbare Jugendliche galten für das NS-Regime als lebensunwürdige, unbrauchbare Wesen, die der Volksgemeinschaft nur Kosten verursachen würden. Unter dem Vorwand, sie von ihrem Leid erlösen zu wollen, wurden von 1939 bis 1945 mehr als 30.000 Menschen getötet. Dabei kamen auch erstmals Gaskammern zur Anwendung, die dort, für den späteren Einsatz in Konzentrationslagern, auf ihre Effektivität geprüft wurden.

„Mauthausen vor der Tür – Wiens vergessene Konzentrationslager“ (21.05 Uhr) von Judith Doppler und Kurt Mayer steht danach auf dem Programm. Mauthausen war nicht nur eines der grausamsten Konzentrationslager des „Dritten Reichs“. Zahlreiche, vor allem politische Häftlinge, wurden in Zweigstellen des Konzentrationslagers – in Simmering, Floridsdorf, Schwechat und in der Hinterbrühl – verteilt und vor allem der Rüstungsindustrie als Zwangsarbeiter zur Verfügung gestellt.

Es folgt eine weitere ORF-III-Neuproduktion: „Dianas Vermächtnis – Die Kinderretterin aus Tirol“ (21.50 Uhr) von Regisseurin Iris Haschek beschäftigt sich mit jener Innsbruckerin Diana Budisavljević (geborene Obexer), die während des Zweiten Weltkriegs Tausende Kinder vor dem sicheren Tod in Konzentrationslagern in Kroatien bewahrte. Sie gründete Rettungszentren für Kinder und fand Familien, die diese zeitweise adoptierten. Die Tirolerin führte akribisch Buch über ihre Aktion, denn sie wollte nach dem Ende des Krieges die Kinder wieder mit ihren Herkunftsfamilien zusammenführen. So entstand eine umfangreiche Datenbank über die Geretteten, ergänzt durch zahlreiche Fotografien der Kinder.

Sonntag, 5. Mai:

Am Sonntag, dem 5. Mai, zeigt die „zeit.geschichte“ die Dokumentation „Die Mauthausen-Kantate“ (23.00 Uhr) von Christian Rathner, die dem Leben von Griechinnen und Griechen in Mauthausen nachgeht.

Mittwoch, 8. Mai:

Am Mittwoch, dem 8. Mai, steht ORF III bereits ab 13.05 Uhr mit Dokumentationen und Gesprächen ganz im Zeichen des Tags der Befreiung.

So berichtet der Kultur- und Informationssender ab 14.05 Uhr live vom Wiener Heldenplatz, wo das „Fest der Freude“ stattfindet. Die ORF-III-Moderatoren Peter Fässlacher, Ani Gülgün-Mayr und Patrick Zwerger melden sich mit mehreren Live-Einstiegen und Gesprächsrunden von historischen Angelpunkten des Wiener Heldenplatzes und schalten zu Ingrid Thurnher, Andreas Pfeifer und Vera Schmidt live ins Studio im ORF-Zentrum, die ebenfalls hochkarätige Gesprächspartner/innen begrüßen, darunter eine Runde mit Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und der Zweiten und Dritten Nationalratspräsidentin Doris Bures und Anneliese Kitzmüller. Außerdem kommen am Wiener Heldenplatz sowie im Studio u. a. Bürgermeister Michael Ludwig, die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Daniel Chanoch, Käthe Sasso sowie Shaul Spielmann, die Historiker/innen Monika Sommer, Wilhelm Brauneder und Philipp Blom und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zu Wort.

Um 19.35 Uhr startet die Live-Übertragung des offiziellen Festakts vom „Fest der Freude“ mit prominenten Rednerinnen und Rednern, gefolgt vom fulminanten Festkonzert (20.15 Uhr). Die Wiener Symphoniker begrüßen, unter der Leitung der jungen finnischen Dirigentin Eva Ollikainen, den ebenfalls finnischen Violinisten Pekka Kuusisto. Den Abschluss des musikalischen Gedenkens macht traditionell Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude“, heuer dargeboten von Conchita.

Ergänzt wird die Live-Berichterstattung von mehreren Dokumentationen inklusive einer ORF-III-Neuproduktion, beginnend mit der Doku „Wofür es sich zu leben lohnt – Viktor Frankl und die Suche nach dem Sinn“ (13.05 Uhr). Ab 14.15 Uhr bringt ORF III die gesamte vierteilige Dokureihe „Auf den Spuren der Republik“ mit Altbundespräsident Heinz Fischer. Im Vorabend steht eine neue Ausgabe der Reihe „André Hellers Menschenkinder“ (18.10 Uhr) mit Hans Menasse auf dem Programm. Dieser kam 1938 als achtjähriger Bub mit einem Kindertransport für jüdische Kinder nach England. Dort wuchs er auf und begann im Nachwuchsteam von Luton Town Fußball zu spielen. Nach Kriegsende kehrte Menasse nach Österreich zurück und wurde erfolgreicher österreichischer Ligafußballspieler bei Vienna sowie Nationalspieler. Im Gespräch mit André Heller erzählt er über sein bewegtes Leben. Anschließend an das Festkonzert zeigt ORF III vier weitere „zeit.geschichte“-Dokus:
„Österreich II: Das Erbe des Krieges“ (22.10 Uhr), „Österreich in Farbe – Die Wirtschaftswunderjahre“ (23.30 Uhr), „Pummerin – Die Stimme Österreichs“ (0.15 Uhr) und „Der Wiener Stephansdom – Die Wiedergeburt eines Wahrzeichens“ (1.10 Uhr).

Weitere Details zum ORF-III-Programm sind unter presse.ORF.at abrufbar.

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