Drozda empört über „Spendengala aus den Reihen der FPÖ zugunsten der Identitären“

Kickl und Strache haben enge Verstrickungen zwischen FPÖ und Identitären heruntergespielt – Gefahr durch Rechtsextreme: Jeder fünfte Identitäre bewaffnet

Wien (OTS/SK) - Empört über die „Spendengala aus den Reihen der FPÖ zugunsten der Identitären“ zeigte sich heute, Freitag, der SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda. Wie die Salzburger Nachrichten berichten, zählen Mitglieder und Funktionäre der Freiheitlichen, darunter Gemeinderäte und sogar ein Ersatzmitglied des Bundesrates, sowie zwei Söhne eines prominenten ÖVP-Politikers seit Jahren zu den Hauptförderern der rechtsextremen Identitären und werden als deren Mitglieder geführt. Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer steht damit fest: „Strache und Kickl haben nicht nur die direkten personellen Überschneidungen zwischen FPÖ und Identitären heruntergespielt, sie haben die Öffentlichkeit auch gezielt über die Gefahren der Rechtsextremen im Unklaren gelassen“, so Drozda, der darauf verwies, dass jeder fünfte Identitäre bewaffnet ist. ****

„Die Verstrickungen der FPÖ mit den Identitären treten immer deutlicher zutage“, sagte Drozda, der Vizekanzler Strache „nach über zwei Wochen des Lamentierens und Beschwichtigens“ gefordert sieht, endlich Licht ins Dunkel zu bringen: „Strache muss die intensiven Verflechtungen seiner Partei zu den Identitären öffentlich aufarbeiten und sich nachweislich von jenen Funktonären, Mitarbeitern und Parteigängern lösen, die regelmäßig Mitgliedsbeiträge an die Identitären entrichtet haben oder mit eigenen Nummern als deren Mitglieder geführt wurden.“

Scharf kritisierte Drozda auch Innenminister Kickl, der 2016 noch beim rechtsextremen Kongress „Verteidiger Europas“ aufgetreten war:
„Der Umstand, dass offensichtlich hunderte dieser selbsternannten Verteidiger Europas bewaffnet sind, lässt bei mir alle Alarmglocken schrillen“, so Drozda, der von Kickl fordert, Waffenverbote von Rechtsextremen zu prüfen. Außerdem sieht der SPÖ-Bundesgeschäftsführer die schwarz-blaue Regierung gefordert, den sofortigen Stopp von Inseraten in rechtsextreme Medien zu erlassen und den Rechtsextremismusbericht wiedereinzuführen, um die Öffentlichkeit „vollständig und schonungslos über die Gefahren des Rechtsextremismus in Österreich zu informieren.“ (Schluss) ls/mr

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