Neue Seidenstraße: Österreich zeigt Interesse an Handelspartnerschaft mit China

Chinesischer Spitzenpolitiker Ma Biao zu Besuch im Parlament

Wien (PK) - Die Neue Seidenstraße liege für China und Europa in beiderseitigem Interesse. Diesen Standpunkt zum 2013 von Peking angestoßenen Ausbau der Handelswege zwischen dem Reich der Mitte und dem Rest der Welt teilten heute im Parlament die Mitglieder der bilateralen parlamentarischen Freundschaftsgruppe mit Ma Biao, Vizepräsident der Politischen Konsultativversammlung Chinas, und seiner Delegation. Peter Wittmann (SPÖ), der das Arbeitsgespräch leitete, versicherte Ma die Unterstützung Österreichs beim Ausbau der Handelsverbindungen, nicht zuletzt im Zusammenhang mit den Kooperationen zwischen China und mittel- und osteuropäischen Ländern (16+1-Format). Das heimische Interesse an einer verstärkten wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit China zeigt sich laut Wittmann nicht nur am regen politischen Austausch auf höchster Führungsebene, sondern auch daran, dass Österreich eines der Gründungsmitglieder der Asian Investment Bank ist.

JETZT-Klubobmann Bruno Rossmann begrüßte ebenso verbesserte Handelsbeziehungen mit China, wobei er auf die neue qualitative Wachstumsstrategie der asiatischen Supermacht einging. Neben dem Schließen der Einkommensschere bilde der Fokus auf Umwelt- und Klimaschutz dabei ein wichtiges Element. Erfreut über die Öffnung des chinesischen Markts für österreichisches Schweinefleisch zeigte sich als Landwirtschaftsvertreter ÖVP-Bundesrat Peter Raggl, der ein ähnliches Vorgehen für weitere Agrarprodukte anregte.

Österreichische Erzeugnisse bildeten einen wichtigen Bestandteil der chinesischen Öffnungspolitik für landwirtschaftliche Produkte, verdeutlichte Ma. Generell trete China für freien Handel weltweit ein. Mit der Neuen Seidenstraße suche man daher verstärkte Kooperationen in mehreren Feldern, vom Infrastrukturausbau über die Finanzwirtschaft bis hin zum Telekommunikationssektor. Dank seiner Standortvorteile habe Österreich hier eine bedeutende Brückenschlagfunktion. Chinas Engagement in Mittel- und Osteuropa sei nicht zuletzt im Streben nach regionaler Sicherheit und Stabilität begründet, so Ma, der grundsätzlich ein Bekenntnis zum Zusammenhalt Europas ablegte.  

Im Anschluss an das Gespräch traf Ma noch mit Bundesratspräsident Ingo Appé zusammen. (Schluss) rei


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